Pharma-Referenzprojekte und Medical Case Studies
Verantwortungsvolles und strategisches Vorgehen im Gesundheitsbereich
Ein Name im Gesundheitsmarkt trägt eine besondere Verantwortung. Er muss verständlich sein, Vertrauen schaffen und langfristig Bestand haben, national als auch international. Die folgenden Referenzprojekte geben Einblick in unsere Arbeit bei NAMBOS Medical.
Von Pharmamarken über Krankenhausfusionen bis hin zu komplexen Naming-Prozessen mit unterschiedlichen Stakeholdern. Seit über zwanzig Jahren begleiten wir Unternehmen und Organisationen bei der Transformation, bei der Entwicklung neuer Identitäten, die sprachlich präzise und strategisch klar sind. Auf Basis von Analyse, Erfahrung und einem strukturierten Entscheidungsprozess.
Was all unsere Strategien und Naming-Projekte verbindet: Jede Positionierung, jeder Name und jede Strategie hat eine fundierte Analyse, eine strategische Herleitung, eine vollständige Identitätsrecherche/Ähnlichkeitsrecherche in nationalen und internationalen Markenregistern, eine Sprachanalyse, eine Stakeholder-Bewertung und eine dokumentierte Entscheidung hinter sich.
„Unsere Erfahrung aus mehr als zwei Jahrzehnten im internationalen Healthcare-Naming hat uns gelehrt: Gute und langlebige Marken entstehen nicht aus Trends, sondern aus Präzision und einer klaren strategischen Haltung.“
Peter A. Ströll LL.M. Eur.
NAMBOS Geschäftsführer Beratung & Recht / Rechtsanwalt
NAMBOS verfügt über 20 Jahre internationale Expertise in Healthcare-Naming, Pharma-Markenstrategie und Klinikverbund-Branding. Zahlreiche Projekte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren weltweiten Märkten durften wir mit und für unsere Partner durchführen, begleiten und beraten.
Wie wir arbeiten: Strategie kommt vor Kreativität
Zunächst müssen wir verstehen, wofür die neue Marke, der neue Firmenname oder der neue Klinikname stehen soll. Das klingt selbstverständlich, aber viele Organisationen beginnen mit der Frage nach dem Namen.
Wir beginnen mit den Fragen: „Wer sind wir?“ und „Wer wollen wir sein?“.
Aus dieser strategischen Grundarbeit entsteht ein Briefing für unser Strategie, unser internationales Kreativteam und der eigentliche Kreationsprozess beginnt. Nicht als freies Assoziieren, sondern als systematisches Erschließen semantischer Felder: Welche Sprachräume kommen in Frage? Was soll der Name assoziieren, was soll er vermeiden? In welchen Ländern und Sprachen muss er funktionieren?
Für Klinikfusionen, bei denen die emotionale Dimension besonders hoch ist, setzen wir häufig zusätzlich auf moderierte Stakeholder-Workshops, weil Einbindung Vertrauen schafft. Ein Name, bei dessen Entstehung Menschen beteiligt waren, findet intern viel schneller Akzeptanz als einer, der verkündet wird.
Gerade bei Kliniktransformationen können wir kommunikativ und kulturell mit viel Erfahrung begleiten. Folgende Formate können den Weg zum neuen Produkt, zur neuen Firma oder zur fusionierten Klinik bzw. zum Institut ebnen:
Markenpositionierungs-Workshop für Kliniken und Gesundheitsmarken
Für wen? Krankenhäuser, MVZ, Reha-Einrichtungen und Pharmaunternehmen, die wissen, dass sie sich verändern müssen, aber noch keine klare Antwort auf die Frage haben, wofür sie künftig stehen. Sinnvoll immer dann, wenn das Profil geschärft werden muss.
Ablauf? Erst die Bestandsaufnahme: Wie wird die Klinik heute wahrgenommen, intern wie extern, und wo klafft die Lücke zur gewünschten Wahrnehmung? Im moderierten Workshop arbeiten wir gemeinsam mit Geschäftsführung und Fachverantwortlichen heraus, welchen Versorgungsauftrag die Marke trägt, welche Zielgruppen wirklich zählen (Patienten, Zuweiser, Fachkräfte, Träger) und worin der Unterschied zum Wettbewerb im regionalen Gesundheitsmarkt liegt. Am Ende stehen keine Worthülsen, sondern ein belastbares Positionierungsfundament, auf dem Naming, Kommunikation und spätere Markenarchitektur aufsetzen können.
Ergebnis: Positionierungsfundament, Kernbotschaft, Zielgruppenschärfung und eine Entscheidungsgrundlage für die nächsten Schritte.
Naming und Kreativ-Workshop
Für wen? Forschungsinstitute, Neugründungen, überschaubare Stakeholder-Gruppen mit aktiver Beteiligung.
Ablauf? Vorbereitung durch NAMBOS, moderiertes Brainstorming, Live-Identitätscheck, Nachbereitung mit vollständigem Rechercheergebnis.
Vollständiger Naming-Prozess
Für wen? Klinikfusionen, Holdingsgründungen, Pharma-Dachmarken, komplexe Markenarchitekturen.
Ablauf: Detailbriefing, Namingstrategie, internationale Namensentwicklung, Markenregister Check, Firmennamen-Check, Sprachtest, Ergebnispräsentation mit Entscheidungsvorlage.
Rebranding für Kliniken und Verbünde
Für wen? Traditionsreiche Häuser mit einem bekannten, aber in die Jahre gekommenen Auftritt. Wenn der Name bleiben soll und kann, die Marke aber nicht mehr zur heutigen Versorgung, zur Transformation des Hauses oder zur Erwartung von Zielgruppen und Fachkräfte passt.
Ablauf? Statt eines kompletten Rebrandings prüfen wir, was an Substanz und Bekanntheit erhaltenswert ist und was modernisiert werden muss. Wir schärfen die Positionierung behutsam nach, aktualisieren die Tonalität und die zentralen Botschaften und entwickeln dort neue Namensbausteine, wo neue Leistungen oder Zentren dazukommen. So bleibt die Vertrautheit erhalten und die Marke wirkt zeitgemäß und anschlussfähig.
Ergebnis: Nachgeschärfte Positionierung, zukunftsgerichetetes Naming, aktualisiertes Messaging und gezielte Naming-Bausteine für neue Angebote.
Projekt-Beispiel: Klinikfusion Darmstadt: Klinikum Darmstadt und Agaplesion Elisabethenstift
Eine Fusion zwischen zwei Kliniken
Wenn zwei Krankenhäuser fusionieren, die unterschiedlicher kaum sein könnten, ist die Frage nach dem gemeinsamen Namen eine entscheidende. Klinikum Darmstadt als kommunaler Maximalversorger, mit öffentlichem Auftrag und breitem Leistungsspektrum und das Agaplesion Elisabethenstift, eine diakonische Klinik mit gewachsener religiöser Trägerschaft und eigener Wertekultur.
Beide entschieden sich Anfang Januar 2026 zur Gründung einer gemeinsamen Gesundheits-Holding.
Zwei Millionen Menschen in Südhessen werden von diesem Verbund versorgt. Der neue Name sollte das widerspiegeln: Regionalität, medizinische pflegerische Exzellenz, Größe, Kompetenz und Innovation.
NAMBOS wurde frühzeitig in den Prozess eingebunden, noch bevor über das Naming diskutiert wurde.
Der Prozess: Vom Briefing zur Positionierung
In mehreren Briefing-Gesprächen mit den Kommunikationsverantwortlichen, den Geschäftsführungen und dem erweiterten Führungskreis erarbeiteten wir zunächst das Werteprofil der neuen Holding.
Parallel führten wir Workshops mit Mitarbeitenden beider Häuser durch, um zu verstehen, was den Menschen wichtig ist, was sie mit ihrem jeweiligen Haus verbinden und was vom neuen gemeinsamen Namen als unverzichtbar betrachtet wird. Über 80 Mitarbeitende brachten Konzepte und Namensideen ein, was viele wertvolle Hinweise auf die emotionalen Wünsche und Vorstellungen gab.
Aus all dem entstand eine klare strategische Vorgabe: Der neue Name sollte einen Neuanfang markieren. Er sollte einen Wertekern kommunizieren, der zu beiden Trägern passt.
Die Namenskreation: >100 Namens-Kandidaten, drei Runden, >10 Finalisten
Die NAMBOS-Kreativteams entwickelten zudem in der ersten Runde zahlreiche Namensvorschläge. Verschiedene semantische Felder wurden systematisch erschlossen: geografisch-regionale Bezüge auf Darmstadt und Südhessen, lateinisch-medizinische Wortstämme aus dem Feld von Fürsorge und Heilung, griechisch-wertebasierte Herleitungen mit Bezug zu Gemeinschaft und Nächstenliebe, abstrakt-wertebezogene Konstruktionen und Neologismen, die eine neue Identität heraustellen.
Kliniknamen und Krankenhausbezeichnungen, die zu lang, zu geografisch beschränkt, phonetisch komplex oder bereits im Markt vorhanden waren, schieden frühzeitig aus. Eine zweite, gezieltere Kreationsrunde vertiefte die vielversprechendsten Namensvarianten. Die Vorschläge der Mitarbeitenden flossen in die Kreationsrunden ein, wurden bewertet und zahlreiche Klinikbezeichnungen wurden im Namenspool aufgenommen und auch später präsentiert.
Identchecks, Ähnlichkeitsrecherchen, Namenstests und die Entscheidung
Für die Top-Finalisten führten wir umfassende Identitätsrecherchen durch. Geprüft wurden das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), das EUIPO für Unionsmarken sowie das WIPO-Madrid-System für internationale Schutzrechte. Ergänzend kamen Firmendatenbanken in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinzu, dazu ein vollständiger Internetcheck und Abfragen relevanter Domains. So ließen sich rechtliche Konflikte frühzeitig ausschließen und die Verfügbarkeit auf allen wesentlichen digitalen Kanälen absichern.
Die Sprachanalyse bestätigte die Stärken des Favoriten: Der Name ist im Deutschen wie im Englischen problemlos aussprechbar und löst in allen getesteten Sprachräumen ausschließlich neutrale oder positive Assoziationen aus. Im internen Namenstest überzeugte der neue Klinikname durch Klarheit, regionale Verankerung und einen seriösen, vertrauenswürdigen Klang.
Im Stakeholder-Workshop mit dem erweiterten Führungskreis beider Häuser setzte sich der Name Südhessen Kliniken mit deutlicher Mehrheit durch. Den neuen Namen zeichnet seine Klarheit, seine regionale Verankerung und seine unmittelbare Verständlichkeit aus. Der Name macht in einem Wort sichtbar, wofür die neue Holding steht. Für eine moderne, gemeinsame Gesundheitsversorgung in Südhessen, getragen von zwei starken Häusern mit unterschiedlicher Geschichte aber mit einem gemeinsamem Auftrag.
Mit der finalen Bezeichnung Südhessen Kliniken gGmbH erhielt der neue Verbund einen Namen, der Regionalität, medizinische Kompetenz und gemeinwohlorientierte Trägerschaft in sich vereint. Die Rechtsform der gemeinnützigen GmbH unterstreicht den gesellschaftlichen Auftrag und bildet sowohl das kommunale als auch das diakonische Selbstverständnis der beiden Gründungsträger angemessen ab. Ein guter Klinikname muss tragen im Gespräch mit Patientinnen und Patienten, in der internen Kommunikation und in der öffentlichen Wahrnehmung einer ganzen Region.
„Ein Klinikname muss in verschiedenen Bereichen funktionieren. In der öffentlichen Wahrnehmung, intern für die Mitarbeitenden und aus Patientensicht. Südhessen Kliniken funktioniert auf allen drei Ebenen.“
Sebastian Fiebig Dipl. Dok.
NAMBOS Geschäftsführer International & Research
Contilia Gruppe: Passgenaue Markenarchitektur für Krankenhäuser und andere Einrichtungen
Wenn drei Häuser zu einem Verbund werden
Das Elisabeth-Krankenhaus Essen. Das St. Josef-Krankenhaus in Essen-Kupferdreh. Das St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr. Drei traditionsreiche Häuser mit eigener Geschichte, eigenen Zielgruppen und jeweils eigenem Markenprofil. Drei Häuser, einzeln gut positioniert …aber als Verbund nach außen kaum erkennbar.
Genau hier setzte die Aufgabe an, die NAMBOS für die neue Trägergesellschaft übernahm. Sie ist typisch für die Markenstrategie im Gesundheitswesen und für die Transformation von Klinikverbünden im Zuge der Krankenhausreform: eine Markenarchitektur entwickeln, die stark genug ist, um die Gruppe als Ganzes sichtbar zu machen.
Die Lösung: Eine zweigliedrige Markenarchitektur
NAMBOS beriet die Klinikgruppe in Richtung eines klaren Systems für die Klinikgruppe. Auf der obersten Ebene steht die Dachmarke Contilia als verbindende Identität des gesamten Verbunds. Darunter führen die Einzelhäuser ihre etablierten Namen weiter und bleiben für Patientinnen, Patienten und Zuweiser sofort wiedererkennbar. Die dritte Ebene bilden die standortübergreifenden Kompetenzzentren, die konsequent unter der Dachmarke benannt werden und so die Schlagkraft der Gruppe sichtbar machen.
Der Name Contilia selbst ist eine bewusst außerhalb medizinischer Kreises positionierte Wortmarke. Kein regionaler Eigenname, stattdessen ein wertehaltiger Ankerbegriff: Contilia leitet sich vom lateinischen „con-tilia” ab = „mit der Linde”. Die Linde steht für starke Wurzeln, Schutz und Heilung. Werte, die sich unmittelbar an die christlich-diakonische Tradition der Gründerstiftungen anschließen und gleichzeitig modern und zukunftsoffen klingen.
Markenarchitektur in der Anwendung
Heute führt die Contilia ihre Klinikgruppe nach genau diesem Prinzip. Die Krankenhäuser behalten ihre über Jahrzehnte gewachsenen Eigennamen und sind als Teil der Contilia klar zugeordnet. Die spezialisierten Zentren und standortübergreifenden Einrichtungen tragen die Dachmarke prominent im Namen:
das Contilia Herz- und Gefäßzentrum
das Contilia Zentrum für Arbeitsmedizin und Gesundheitsmanagement
das Contilia Zentrum für Krankenhaushygiene
das Contilia Institut für Psychosoziale Medizin
Ein kohärentes System, das Größe und Spezialisierung gleichermaßen kommuniziert und das mit jedem neuen Standort oder Kompetenzbereich nahtlos erweiterbar ist.
Ergebnis
Eine starke, skalierbare Dachmarke für einen Klinikverbund, der heute eine ganze Region im mittleren Ruhrgebiet umfasst. Die Markenarchitektur trägt seit Jahren über strukturelle Veränderungen, Erweiterungen und neue Versorgungsangebote hinweg. Genau das ist die Stärke der entwickelten Systematik: Sie ist heute regional fest etabliert und bildet zugleich die Grundlage für die Leistungsgruppen-Positionierung im Rahmen der Krankenhausreform und für die weitere strategische Entwicklung der Gruppe.
Medizinische Hochschule Hannover: Naming Workshop
Referenz: TWINCORE – Der Kern ist doppelt
Es gibt Projekte, bei denen der richtige Name fast von selbst erscheint – wenn man die Ausgangssituation nur präzise genug formuliert. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und die Medizinische Hochschule Hannover gründeten gemeinsam ein Institut für experimentelle und klinische Infektionsforschung. Grundlagenwissenschaftler und klinische Ärzte, die unter einem Dach forschen, mit einem gemeinsamen Gegenstand: Infektionskrankheiten. Die doppelte Struktur war die eigentliche Identität des Instituts.
NAMBOS führte zunächst Einzelgespräche mit beiden Institutionsleitungen und einer Gruppe von Wissenschaftlern und Klinikern. Was sich dabei herauskristallisierte, war klar: Der Name musste die Dualität ausdrücken. Zwei Partner, zwei Forschungsebenen, ein gemeinsamer Kern. International verwendbar, wissenschaftlich glaubwürdig, kurz genug für Publikationen
Ein Workshop als Naming-Prozess
Das Format war in diesem Fall ein moderierter Naming-Workshop mit rund 20 Stakeholdern aus beiden Einrichtungen: Wissenschaftler, Ärzte, Administratoren. NAMBOS brachte als Vorbereitung einen eigenen Kreationspool mit, aber der eigentliche Prozess war offen: Nach einer Einführung in Qualitätskriterien für Forschungsnamen, einer gemeinsamen Strategieabstimmung und einem moderierten Brainstorming lagen am Ende des Tages über 100 Namensideen auf dem Tisch.
Während der Pause führte NAMBOS eine Live-Identitätsrecherche (inkl. DPMA, EUIPO, Wipo und Domain-Check für die 15 vielversprechendsten Kandidaten. 5 schieden dadurch aus. Die anschließende Bewertungsrunde brachte schnell einen Favoriten hervor: TWINCORE.
Der Name war in vielerlei Hinsicht perfekt. „Twin“ fasst beide Partner und beide Forschungsebenen in einem einzigen Wort zusammen. „Core“ sagt: Das hier ist nicht peripher. Das ist das Herzstück. Gemeinsam ergibt sich ein Begriff, der wissenschaftliche Exzellenz, institutionelle Doppelstruktur und internationale Anschlussfähigkeit vereint.
Nach dem Workshop folgte die vollständige Ähnlichkeitsrecherche in allen relevanten nationalen und internationalen Registern. Die Domain twincore.de wurde umgehend gesichert.
„NAMBOS hat es verstanden, aus unseren internen Prozessbeteiligten gezielt Input herauszukitzeln, die so entstandenen Ideen zu bewerten und den endgültigen Namen herauszufiltern. Die Moderation traf genau den richtigen Ton – kreativ und konstruktiv.“
Hannes Schlender, Helmholtz-Pressestelle, Hannover
Was TWINCORE zeigt, gilt für viele Fusionsprojekte im Gesundheitswesen. Vor TWINCORE gab es das HZI und die MHH, die zusammenarbeiteten. Danach gab es TWINCORE, eine eigenständige Identität.
Naming Apotheken-Verbund
Apondium: Zehn Apotheken, ein Anspruch
Zehn eigenständige Apotheken, ein Reinraumlabor und ein Gesundheitsforum. Alle mit einem gemeinsamen Merkmal: ein überdurchschnittlicher Anspruch an Beratungsqualität und pharmazeutisches Fachwissen. Ein passender gemeinsamer Name fehlte. Einer, der den Anspruch sichtbar macht, ohne die Eigenständigkeit der einzelnen Partner zu gefährden.
Die Anforderungen waren klar formuliert. Kein generischer Apothekenname, kein „Pharma“ oder „Gesund“ im Titel, kein regionaler Bezug. Der Name sollte hochwertig klingen, international verwendbar sein und als Neologismus funktionieren.
Wir entwickelten in einem vollständigen fünfstufigen Prozess zunächst eine detaillierte Namingstrategie, die den semantischen Rahmen für die internationale Kreation vorgab. Das Kreativteam arbeitete sich durch verschiedene Iterationen: Aus über 300 Kandidaten wurden zunächst 150, dann 50 und schließlich 25 Finalisten herausgefiltert. Der PreCheck International prüfte alle Finalisten in den definierten nationalen Markenregistern, im EUIPO, im WIPO-Madrid-System, in internationalen Firmendatenbanken sowie auf Domain-Verfügbarkeit.
apondium überzeugte auf allen Ebenen: semantisch stark durch die Verbindung von „apo“ (Ableitung mit Bezug zur Apotheke, griechisch auch „von, aus“), „pond“ (Verbund, Brücke) und dem wissenschaftlichen Suffix „ium“, das von Atrium bis Auditorium Assoziationen von Substanz und Qualität trägt.
Die Markenanmeldung beim DPMA wurde unmittelbar nach der Entscheidung beauftragt. apondium ist heute eingetragene Marke in den Waren- und Dienstleistungsklassen 05, 10, 35 und 44 und steht für einen qualitätsbewussten sowie erfolgreichen Apotheken-Verbund in Deutschland.
Pharma-Produktnaming
SCHOTT EVERIC® Produktnaming für ein modulares Pharmasystem
SCHOTT Pharma produziert pharmazeutische Primärverpackungen darunter Glasfläschchen, die für die Aufbewahrung und Sicherheit von Medikamenten entscheidend sind. Das neu entwickelte modulare Fläschchenkonzept erlaubt dem Pharmaunternehmen, je nach Anforderung des Medikaments verschiedene Features zu kombinieren. Für dieses System sollte NAMBOS eine Familienmarke entwickeln, unter der die verschiedenen Produktvarianten mit klaren Deskriptoren geführt werden können.
Die Herausforderung war eine internationale: Der Name musste phonetisch und rechtlich in den relevanten europäischen und globalen Pharma-Märkten verwendbar sein, klar premium-anmutend und skalierbar genug für zukünftige Produkterweiterungen.
Unser internationales Kreativteam erschloss systematisch Kreationsfelder rund um Konzepte wie Beständigkeit, Reinheit und Verlässlichkeit. EVERIC kristallisierte sich als klarer Favorit heraus: „ever“ (immer, dauerhaft, beständig) verbunden mit dem kurzen Suffix „ic“ ist ein Klangbild, das in allen Zielsprachen positiv belegt und gut aussprechbar ist.
Die vollständige internationale Markenrecherche umfasste nationale Register sowie EUIPO und WIPO.
Das Produktportfolio umfasst aktuell folgende Produkte:
Wissenschaftskommunikation: Exzellenzcluster
Referenz: Friedrich-Schiller Universität Jena
“Balance of the Microverse”
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde 2018 im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder mit einem Forschungscluster ausgezeichnet, der sich dem komplexen Thema der dynamischen Gleichgewichte mikrobieller Gemeinschaften widmet. Grundlagenforschung auf höchstem Niveau aber mit einer Aufgabe. Ein Name, der das Forschungsthema präzise beschreibt, würde in der Öffentlichkeit nicht verstanden werden.
NAMBOS erhielt den Auftrag, diese Aufgabe zu lösen. Die Namenslösung lag im Begriff „Microverse“: ein bewusst geprägter Neologismus aus „micro“ (mikrobiell, das Kleine) und „universe“ (das Universum, die vollständige Welt), der sofort ein Bild erzeugt. Eine komplette Welt im Miniaturformat, deren Gleichgewicht entscheidend ist.
In Kombination mit „Balance of the“, einer Titelstruktur, die an einen Film oder wissenschaftliches Werk erinnert entstand ein Name, der wissenschaftliche Präzision und öffentliche Zugänglichkeit vereint.
Die Identitätsrecherchen und erweiterte Checks bestätigten den Titel für das Exzellenzcluster. Heute ist „Balance of the Microverse“ ein Exzellenzcluster mit internationaler Sichtbarkeit.
Mehr Informationen hierzu:
Was unsere Projekte gemeinsam haben
Klinikfusion in Südhessen, Pharma-Dachmarke für den globalen Markt, Positionierungs-Workshops für Kliniken, Forschungsinstitut in Hannover oder Apotheken-Verbund mit Premiumanspruch …die Ausgangssituationen sind verscheiden. Was sie verbindet, ist die Kombination und das Verständnis von Positionierung, Strategie und Naming als wichtige Bausteine zu einer neuen Identität.
Ihr Projekt ist unser nächstes Kapitel!
Ob Klinikfusion, Klinikverbund, Pharmaunternehmen oder Forschungsinstitut: NAMBOS begleitet Sie vom ersten Briefing über die Positionierung zur Strategie und bis zum markenrechtlich gesicherten Namen.
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