Vorträge in Marketing-Clubs zum Naming und zur Überprüfung

Vorträge in Marketing-Clubs zum Naming und zur Überprüfung

Wie entsteht ein erfolgreicher Markenname? Welche strategischen, sprachlichen und rechtlichen Anforderungen müssen berücksichtigt werden? Und wie lässt sich frühzeitig überprüfen, ob ein Name tatsächlich für den Markt geeignet ist? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich Peter A. Ströll, Geschäftsführer der Namingagentur NAMBOS, seit mehr als 25 Jahren.

Sein Wissen vermittelt der Namingexperte und Markenanwalt regelmäßig in Vorträgen, Seminaren und Workshops. Zu seinen Stationen zählen unter anderem die Marketing-Clubs in München, Mittelhessen, Mönchengladbach, Dresden, Ulm/Neu-Ulm und Krefeld. Darüber hinaus war er bereits bei zahlreichen weiteren Marketing-Clubs und Markenveranstaltungen in Städten wie Bremen, Frankfurt, Leipzig, Würzburg, Nürnberg und Siegen zu Gast.

Naming zwischen Kreativität, Strategie und Sicherheit

In seinen Vorträgen zeigt Peter A. Ströll anhand bekannter Marken und konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis, dass ein guter Name nicht allein durch eine kreative Idee entsteht. Erfolgreiches Naming verbindet vielmehr unterschiedliche Kompetenzen: Eine klare Markenstrategie bildet die Grundlage, eine systematische Kreation eröffnet unterschiedliche Namenswege und umfassende Überprüfungen sorgen dafür, dass die ausgewählten Namen langfristig und möglichst sicher eingesetzt werden können.

Zu seinen Vortragsthemen gehört beispielsweise „Naming and Branding – Marken in (Nach)-Krisen-Zeiten“. Diesen Vortrag präsentierte Peter A. Ströll unter anderem bei den Marketing-Clubs Mittelhessen, Mönchengladbach und München. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Veränderungen die Bedeutung und Wahrnehmung von Marken beeinflussen können. Namen, die lange Zeit problemlos funktioniert haben, können durch neue Ereignisse plötzlich unerwünschte Assoziationen hervorrufen oder nicht mehr zur strategischen Ausrichtung eines Unternehmens passen. Der Vortrag zeigt, wie Unternehmen solche Risiken erkennen und mit einer Weiterentwicklung, Neupositionierung oder Umbenennung angemessen reagieren können.

Ein weiteres Thema ist der Vortrag „Namen mit System“, den Peter A. Ströll unter anderem beim Marketing-Club Ulm/Neu-Ulm vorgestellt hat. Dabei geht es um die Entwicklung von Namenssystemen und Namensarchitekturen für Unternehmen mit umfangreichen Produkt-, Service- oder Lösungsportfolios. Einheitliche Benennungsprinzipien schaffen Orientierung, erleichtern die Einführung neuer Angebote und stärken die Wiedererkennbarkeit einer Marke. Der Vortrag macht deutlich, dass strukturierte Namenssysteme nicht nur für große Konzerne relevant sind, sondern auch mittelständischen Unternehmen helfen können, ihr Portfolio übersichtlich und zukunftsfähig aufzustellen.

Auch Vorträge wie „Von Leitplanken und Leuchttürmen – Namensstrategien zur Unterstützung der Markenbildung“, „Global Naming – Markenrecht und strategisches Naming für Marken von Welt“ oder „Der beste Markenname der Welt – Wie werden erfolgreiche Markennamen kreiert und was ist zu beachten?“ greifen zentrale Fragestellungen der professionellen Namensentwicklung auf. Dabei behandelt Peter A. Ströll sowohl die strategische Kreation als auch die sprachliche, kulturelle und markenrechtliche Überprüfung von Produkt-, Unternehmens- und Servicenamen.

Namensüberprüfung als wichtiger Bestandteil des Namings

Ein Schwerpunkt der Vorträge liegt auf der Sicherheit neuer Namen. Denn auch eine kreative und kommunikativ überzeugende Bezeichnung kann problematisch sein, wenn ältere Markenrechte entgegenstehen, negative Bedeutungen in anderen Sprachen übersehen wurden oder Verwechslungsgefahren bestehen.

Peter A. Ströll erläutert, wie Identitäts- und Ähnlichkeitsrecherchen, sprachliche Analysen und markenrechtliche Bewertungen ineinandergreifen. Gerade bei international eingesetzten Namen müssen neben den relevanten Markenregistern auch Aussprache, Verständlichkeit, kulturelle Assoziationen und mögliche Fehlinterpretationen berücksichtigt werden. Die Überprüfung ist deshalb keine nachträgliche Formalität, sondern ein fester Bestandteil eines professionellen Namingprozesses.

Besondere Kompetenz im Medical- und Pharma-Naming

Eine besondere Expertise von Peter A. Ströll und NAMBOS liegt im Medical- und Pharma-Naming. Die Entwicklung von Namen für Arzneimittel, Medizinprodukte, Diagnostikangebote und Healthcare-Unternehmen gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen des Namings. Neben der strategischen Positionierung und der kommunikativen Wirkung spielen hier die Sicherheit und die eindeutige Unterscheidbarkeit eine besonders wichtige Rolle.

Namen dürfen beispielsweise nicht zu Verwechslungen mit bestehenden Präparaten führen und sollten weder bei Ärzten und Apothekern noch bei Patientinnen und Patienten falsche Erwartungen hervorrufen. Hinzu kommen umfangreiche markenrechtliche, sprachliche und regulatorische Anforderungen. Internationale Pharma-Namen müssen häufig in zahlreichen Ländern und Sprachen funktionieren und werden zusätzlich von zuständigen Behörden wie der Europäischen Arzneimittelagentur oder Swissmedic beurteilt.

Pharma-Naming als Thema in der Neuen Zürcher Zeitung

Auch die Neue Zürcher Zeitung griff die besonderen Herausforderungen des Pharma-Namings in ihrem Beitrag „Viagra vereint Kraft und Niagarafälle, Heroin wirkte heldenhaft – wie Medikamente zu ihren Namen kommen“ auf. Peter A. Ströll wurde darin als Experte zur Entwicklung von Medikamentennamen befragt.

Im Artikel erklärt er, weshalb die Namensfindung im Pharmabereich eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe ist. Während gleiche oder ähnliche Bezeichnungen in anderen Branchen häufig nebeneinander bestehen können, kann die Verwechslung zweier Medikamente schwerwiegende Folgen haben. Deshalb werden zunächst zahlreiche Namensideen entwickelt, von denen nach den unterschiedlichen Prüfungsstufen häufig nur wenige geeignete Kandidaten übrig bleiben. Gleichzeitig zeigt der Beitrag, welchen langfristigen Wert ein einprägsamer und strategisch starker Medikamentenname für eine Marke besitzen kann.

Mit seinen Vorträgen verbindet Peter A. Ströll fundiertes Fachwissen mit anschaulichen Beispielen aus der Markenwelt. Marketing-Clubs, Unternehmen und Veranstalter erhalten dadurch praxisnahe Einblicke in die professionelle Entwicklung, Überprüfung und Absicherung von Marken- und Produktnamen – von der ersten strategischen Idee bis zur langfristig einsetzbaren Marke.

Mehr Informationen zu strategischen Namensfindung im Medical-Bereich und Pharma-Bereich findet Sie HIER.

Positionierung bei aktuellen Krankenhaus-Fusionen

Klinikfusion in Darmstadt: Positionierung als Fundament für den neuen Kliniknamen

Das Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT führen ihre Häuser in einer gemeinsamen Holding zusammen. Bevor der neue Name entsteht, klärt NAMBOS in Positionierungs-Workshops, wofür die gemeinsame Marke stehen soll. NAMBOS-Geschäftsführer Sebastian Fiebig und Positionierungs-Spezialist Marc Schäfer hat den Prozess mit Gesellschaftern und Mitarbeitenden beider Häuser durchgeführt.

Ein gemeinsames Dach für zwei Kliniken

In der Wissenschaftsstadt Darmstadt wächst zusammen, was sich abgezeichnet hat. Das Klinikum Darmstadt ist der kommunale Maximalversorger Südhessens: rund 1.000 Betten im zentralen Neubau, verschiedene Kliniken und Institute. Sowie zahlreiche OP-Säle und die umfassende Notfallversorgung der Region. Als akademisches Lehrkrankenhaus verbindet das Haus Hochleistungsmedizin mit Forschung und Ausbildung.

Das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT bringt seine Stärke mit: über 150 Jahre diakonische Tradition und die Werte des bundesweiten AGAPLESION-Verbunds. Hier stehen Vertrauen, Verantwortung, und ein Miteinander im Zentrum. Das Leitbild formuliert den Anspruch, Menschen in allen Lebensphasen individuell zu behandeln und ihnen mit Herz und Seele zugewandt zu sein.

Anfang 2026 haben die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die AGAPLESION gAG die gemeinsame Holding gegründet. Der Zusammenschluss gilt als Vorbild für trägerübergreifende Kooperationen: Ein kommunales und ein diakonisches Haus organisieren die Gesundheitsversorgung einer ganzen Region neu.

Warum Kliniken jetzt fusionieren

Die Krankenhausreform verändert die Spielregeln. Leistungsgruppen, Mindestvorhaltezahlen und Qualitätskriterien entscheiden künftig darüber, welche Klinik welche Leistungen erbringen und abrechnen darf.

Das medizinische Konzept der Darmstädter Holding zieht daraus die Konsequenzen: eine zentrale Notaufnahme, eine gemeinsame Intensivmedizin, klar verteilte Schwerpunkte statt doppelter Fachabteilungen. Das ELISABETHENSTIFT konzentriert sich unter anderem auf Geriatrie, Psychiatrie und ein großes ambulantes Zentrum. Ziel ist eine Versorgung aus einer Hand. Für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Mitarbeitenden, die in größeren Teams und moderneren Strukturen arbeiten sollen.

Mit der neuen Struktur stellt sich die Frage, die jede Krankenhaus-Fusion früher oder später erreicht: Unter welchem Namen tritt das gemeinsame Haus auf?

Der Positionierungs-Vortrag: gemeinsame Grundlage für alle Entscheider

Namensfindung bei NAMBOS beginn mit der Definition der Positionierung.

„Positionierung ist unser Kompass bei der Namensfindung. Vor dem Kreativprozess analysieren wir in Workshops das Leitbild, die medizinischen Schwerpunkte und die regionale Verankerung.” Marc Schäfer, NAMBOS.

Den Auftakt bildet ein Positionierungs-Vortrag im Klinikumfeld. Marc Schäfer führt Geschäftsführung, Gesellschafter und Führungskräfte in die Logik der Markenpositionierung bei Krankenhaus-Fusionen ein:

Wofür soll der neue Verbund medizinisch und regional stehen?

Welche Erwartungen haben Patienten, Zuweiser, Mitarbeitende und Kommunalpolitik an den gemeinsamen Auftritt?

Der Vortrag übersetzt Markenstrategie in die Sprache des Krankenhausalltags. Er zeigt an Beispielen aus dem Kliniksektor, wie fusionierte Häuser die Namensfrage gelöst haben und welche Risiken unklare Positionierungen bergen. Damit entsteht die gemeinsame Grundlage, auf der alle Beteiligten die emotional aufgeladene Namensfrage sachlich diskutieren können. Erst wenn diese strategische Klammer steht, kann die die kreative Arbeit beginnen.

In Darmstadt bestand der Prozess aus drei Stufen. Ein Online-Workshop mit Unternehmenskommunikation, Kulturentwicklungs-Team und Gesellschaftern schärfte zunächst die Markenwerte und die strategische Ausrichtung. Danach folgten zwei dreistündige Präsenz-Workshops mit Mitarbeitenden. Einer im ELISABETHENSTIFT, einer im Klinikum. In gemischten Teams aus beiden Häusern arbeiteten die Teilnehmenden an derselben Frage:

Wofür soll unser gemeinsames Haus stehen?

Was die Workshops ergeben haben

Über alle Runden hinweg kristallisierten sich verschiedene Kernattribute der neuen Marke heraus: innovativ und modern, regional verankert mit integrativer Versorgung, Stabilität und Verlässlichkeit sowie medizinisch-pflegerische Exzellenz.

Bemerkenswert war die Haltung der Belegschaft. Trotz spürbarer Unsicherheit, die jede Fusion begleitet, dominierte der Wille zum Aufbruch. Die Mitarbeitenden formulierten eine klare Erwartung an den neuen Namen: Er soll die Kompetenz aus der Tradition beider Häuser transportieren, aber keine bestehenden Namenselemente aufgreifen.

Vom Workshop zum Namenspool

Die Workshop-Erkenntnisse bilden das Briefing für die Kreation. Parallel wurden die Mitarbeitenden beider Häuser eingeladen, eigene Namensvorschläge einzureichen. NAMBOS hat diese Vorschläge systematisch ausgewertet, gefiltert und per Ident-Check auf identische ältere Marken geprüft. Die tragfähigen Kandidaten wurden mit den bei NAMBOS entwickelten Namen zu einem gemeinsamen Namenspool zusammengeführt.

Was andere Klinikverbünde daraus lernen können

Der Darmstädter Prozess zeigt ein Muster, das sich auf andere Krankenhaus-Fusionen übertragen lässt. Erst die Strategie, dann die Beteiligung. Mitarbeitende früh einzubinden nimmt der emotional aufgeladenen Namensfrage die Schärfe.

„Eine Fusion verändert Strukturen, aber erst die Positionierung gibt dem neuen Haus eine Richtung.“ Sebastian Fiebig, NAMBOS.

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