Vorträge in Marketing-Clubs zum Naming und zur Überprüfung

Vorträge in Marketing-Clubs zum Naming und zur Überprüfung

Wie entsteht ein erfolgreicher Markenname? Welche strategischen, sprachlichen und rechtlichen Anforderungen müssen berücksichtigt werden? Und wie lässt sich frühzeitig überprüfen, ob ein Name tatsächlich für den Markt geeignet ist? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich Peter A. Ströll, Geschäftsführer der Namingagentur NAMBOS, seit mehr als 25 Jahren.

Sein Wissen vermittelt der Namingexperte und Markenanwalt regelmäßig in Vorträgen, Seminaren und Workshops. Zu seinen Stationen zählen unter anderem die Marketing-Clubs in München, Mittelhessen, Mönchengladbach, Dresden, Ulm/Neu-Ulm und Krefeld. Darüber hinaus war er bereits bei zahlreichen weiteren Marketing-Clubs und Markenveranstaltungen in Städten wie Bremen, Frankfurt, Leipzig, Würzburg, Nürnberg und Siegen zu Gast.

Naming zwischen Kreativität, Strategie und Sicherheit

In seinen Vorträgen zeigt Peter A. Ströll anhand bekannter Marken und konkreter Beispiele aus der Unternehmenspraxis, dass ein guter Name nicht allein durch eine kreative Idee entsteht. Erfolgreiches Naming verbindet vielmehr unterschiedliche Kompetenzen: Eine klare Markenstrategie bildet die Grundlage, eine systematische Kreation eröffnet unterschiedliche Namenswege und umfassende Überprüfungen sorgen dafür, dass die ausgewählten Namen langfristig und möglichst sicher eingesetzt werden können.

Zu seinen Vortragsthemen gehört beispielsweise „Naming and Branding – Marken in (Nach)-Krisen-Zeiten“. Diesen Vortrag präsentierte Peter A. Ströll unter anderem bei den Marketing-Clubs Mittelhessen, Mönchengladbach und München. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesellschaftliche, politische oder wirtschaftliche Veränderungen die Bedeutung und Wahrnehmung von Marken beeinflussen können. Namen, die lange Zeit problemlos funktioniert haben, können durch neue Ereignisse plötzlich unerwünschte Assoziationen hervorrufen oder nicht mehr zur strategischen Ausrichtung eines Unternehmens passen. Der Vortrag zeigt, wie Unternehmen solche Risiken erkennen und mit einer Weiterentwicklung, Neupositionierung oder Umbenennung angemessen reagieren können.

Ein weiteres Thema ist der Vortrag „Namen mit System“, den Peter A. Ströll unter anderem beim Marketing-Club Ulm/Neu-Ulm vorgestellt hat. Dabei geht es um die Entwicklung von Namenssystemen und Namensarchitekturen für Unternehmen mit umfangreichen Produkt-, Service- oder Lösungsportfolios. Einheitliche Benennungsprinzipien schaffen Orientierung, erleichtern die Einführung neuer Angebote und stärken die Wiedererkennbarkeit einer Marke. Der Vortrag macht deutlich, dass strukturierte Namenssysteme nicht nur für große Konzerne relevant sind, sondern auch mittelständischen Unternehmen helfen können, ihr Portfolio übersichtlich und zukunftsfähig aufzustellen.

Auch Vorträge wie „Von Leitplanken und Leuchttürmen – Namensstrategien zur Unterstützung der Markenbildung“, „Global Naming – Markenrecht und strategisches Naming für Marken von Welt“ oder „Der beste Markenname der Welt – Wie werden erfolgreiche Markennamen kreiert und was ist zu beachten?“ greifen zentrale Fragestellungen der professionellen Namensentwicklung auf. Dabei behandelt Peter A. Ströll sowohl die strategische Kreation als auch die sprachliche, kulturelle und markenrechtliche Überprüfung von Produkt-, Unternehmens- und Servicenamen.

Namensüberprüfung als wichtiger Bestandteil des Namings

Ein Schwerpunkt der Vorträge liegt auf der Sicherheit neuer Namen. Denn auch eine kreative und kommunikativ überzeugende Bezeichnung kann problematisch sein, wenn ältere Markenrechte entgegenstehen, negative Bedeutungen in anderen Sprachen übersehen wurden oder Verwechslungsgefahren bestehen.

Peter A. Ströll erläutert, wie Identitäts- und Ähnlichkeitsrecherchen, sprachliche Analysen und markenrechtliche Bewertungen ineinandergreifen. Gerade bei international eingesetzten Namen müssen neben den relevanten Markenregistern auch Aussprache, Verständlichkeit, kulturelle Assoziationen und mögliche Fehlinterpretationen berücksichtigt werden. Die Überprüfung ist deshalb keine nachträgliche Formalität, sondern ein fester Bestandteil eines professionellen Namingprozesses.

Besondere Kompetenz im Medical- und Pharma-Naming

Eine besondere Expertise von Peter A. Ströll und NAMBOS liegt im Medical- und Pharma-Naming. Die Entwicklung von Namen für Arzneimittel, Medizinprodukte, Diagnostikangebote und Healthcare-Unternehmen gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen des Namings. Neben der strategischen Positionierung und der kommunikativen Wirkung spielen hier die Sicherheit und die eindeutige Unterscheidbarkeit eine besonders wichtige Rolle.

Namen dürfen beispielsweise nicht zu Verwechslungen mit bestehenden Präparaten führen und sollten weder bei Ärzten und Apothekern noch bei Patientinnen und Patienten falsche Erwartungen hervorrufen. Hinzu kommen umfangreiche markenrechtliche, sprachliche und regulatorische Anforderungen. Internationale Pharma-Namen müssen häufig in zahlreichen Ländern und Sprachen funktionieren und werden zusätzlich von zuständigen Behörden wie der Europäischen Arzneimittelagentur oder Swissmedic beurteilt.

Pharma-Naming als Thema in der Neuen Zürcher Zeitung

Auch die Neue Zürcher Zeitung griff die besonderen Herausforderungen des Pharma-Namings in ihrem Beitrag „Viagra vereint Kraft und Niagarafälle, Heroin wirkte heldenhaft – wie Medikamente zu ihren Namen kommen“ auf. Peter A. Ströll wurde darin als Experte zur Entwicklung von Medikamentennamen befragt.

Im Artikel erklärt er, weshalb die Namensfindung im Pharmabereich eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe ist. Während gleiche oder ähnliche Bezeichnungen in anderen Branchen häufig nebeneinander bestehen können, kann die Verwechslung zweier Medikamente schwerwiegende Folgen haben. Deshalb werden zunächst zahlreiche Namensideen entwickelt, von denen nach den unterschiedlichen Prüfungsstufen häufig nur wenige geeignete Kandidaten übrig bleiben. Gleichzeitig zeigt der Beitrag, welchen langfristigen Wert ein einprägsamer und strategisch starker Medikamentenname für eine Marke besitzen kann.

Mit seinen Vorträgen verbindet Peter A. Ströll fundiertes Fachwissen mit anschaulichen Beispielen aus der Markenwelt. Marketing-Clubs, Unternehmen und Veranstalter erhalten dadurch praxisnahe Einblicke in die professionelle Entwicklung, Überprüfung und Absicherung von Marken- und Produktnamen – von der ersten strategischen Idee bis zur langfristig einsetzbaren Marke.

Mehr Informationen zu strategischen Namensfindung im Medical-Bereich und Pharma-Bereich findet Sie HIER.

Positionierung bei aktuellen Krankenhaus-Fusionen

Klinikfusion in Darmstadt: Positionierung als Fundament für den neuen Kliniknamen

Das Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT führen ihre Häuser in einer gemeinsamen Holding zusammen. Bevor der neue Name entsteht, klärt NAMBOS in Positionierungs-Workshops, wofür die gemeinsame Marke stehen soll. NAMBOS-Geschäftsführer Sebastian Fiebig und Positionierungs-Spezialist Marc Schäfer hat den Prozess mit Gesellschaftern und Mitarbeitenden beider Häuser durchgeführt.

Ein gemeinsames Dach für zwei Kliniken

In der Wissenschaftsstadt Darmstadt wächst zusammen, was sich abgezeichnet hat. Das Klinikum Darmstadt ist der kommunale Maximalversorger Südhessens: rund 1.000 Betten im zentralen Neubau, verschiedene Kliniken und Institute. Sowie zahlreiche OP-Säle und die umfassende Notfallversorgung der Region. Als akademisches Lehrkrankenhaus verbindet das Haus Hochleistungsmedizin mit Forschung und Ausbildung.

Das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT bringt seine Stärke mit: über 150 Jahre diakonische Tradition und die Werte des bundesweiten AGAPLESION-Verbunds. Hier stehen Vertrauen, Verantwortung, und ein Miteinander im Zentrum. Das Leitbild formuliert den Anspruch, Menschen in allen Lebensphasen individuell zu behandeln und ihnen mit Herz und Seele zugewandt zu sein.

Anfang 2026 haben die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die AGAPLESION gAG die gemeinsame Holding gegründet. Der Zusammenschluss gilt als Vorbild für trägerübergreifende Kooperationen: Ein kommunales und ein diakonisches Haus organisieren die Gesundheitsversorgung einer ganzen Region neu.

Warum Kliniken jetzt fusionieren

Die Krankenhausreform verändert die Spielregeln. Leistungsgruppen, Mindestvorhaltezahlen und Qualitätskriterien entscheiden künftig darüber, welche Klinik welche Leistungen erbringen und abrechnen darf.

Das medizinische Konzept der Darmstädter Holding zieht daraus die Konsequenzen: eine zentrale Notaufnahme, eine gemeinsame Intensivmedizin, klar verteilte Schwerpunkte statt doppelter Fachabteilungen. Das ELISABETHENSTIFT konzentriert sich unter anderem auf Geriatrie, Psychiatrie und ein großes ambulantes Zentrum. Ziel ist eine Versorgung aus einer Hand. Für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Mitarbeitenden, die in größeren Teams und moderneren Strukturen arbeiten sollen.

Mit der neuen Struktur stellt sich die Frage, die jede Krankenhaus-Fusion früher oder später erreicht: Unter welchem Namen tritt das gemeinsame Haus auf?

Der Positionierungs-Vortrag: gemeinsame Grundlage für alle Entscheider

Namensfindung bei NAMBOS beginn mit der Definition der Positionierung.

„Positionierung ist unser Kompass bei der Namensfindung. Vor dem Kreativprozess analysieren wir in Workshops das Leitbild, die medizinischen Schwerpunkte und die regionale Verankerung.” Marc Schäfer, NAMBOS.

Den Auftakt bildet ein Positionierungs-Vortrag im Klinikumfeld. Marc Schäfer führt Geschäftsführung, Gesellschafter und Führungskräfte in die Logik der Markenpositionierung bei Krankenhaus-Fusionen ein:

Wofür soll der neue Verbund medizinisch und regional stehen?

Welche Erwartungen haben Patienten, Zuweiser, Mitarbeitende und Kommunalpolitik an den gemeinsamen Auftritt?

Der Vortrag übersetzt Markenstrategie in die Sprache des Krankenhausalltags. Er zeigt an Beispielen aus dem Kliniksektor, wie fusionierte Häuser die Namensfrage gelöst haben und welche Risiken unklare Positionierungen bergen. Damit entsteht die gemeinsame Grundlage, auf der alle Beteiligten die emotional aufgeladene Namensfrage sachlich diskutieren können. Erst wenn diese strategische Klammer steht, kann die die kreative Arbeit beginnen.

In Darmstadt bestand der Prozess aus drei Stufen. Ein Online-Workshop mit Unternehmenskommunikation, Kulturentwicklungs-Team und Gesellschaftern schärfte zunächst die Markenwerte und die strategische Ausrichtung. Danach folgten zwei dreistündige Präsenz-Workshops mit Mitarbeitenden. Einer im ELISABETHENSTIFT, einer im Klinikum. In gemischten Teams aus beiden Häusern arbeiteten die Teilnehmenden an derselben Frage:

Wofür soll unser gemeinsames Haus stehen?

Was die Workshops ergeben haben

Über alle Runden hinweg kristallisierten sich verschiedene Kernattribute der neuen Marke heraus: innovativ und modern, regional verankert mit integrativer Versorgung, Stabilität und Verlässlichkeit sowie medizinisch-pflegerische Exzellenz.

Bemerkenswert war die Haltung der Belegschaft. Trotz spürbarer Unsicherheit, die jede Fusion begleitet, dominierte der Wille zum Aufbruch. Die Mitarbeitenden formulierten eine klare Erwartung an den neuen Namen: Er soll die Kompetenz aus der Tradition beider Häuser transportieren, aber keine bestehenden Namenselemente aufgreifen.

Vom Workshop zum Namenspool

Die Workshop-Erkenntnisse bilden das Briefing für die Kreation. Parallel wurden die Mitarbeitenden beider Häuser eingeladen, eigene Namensvorschläge einzureichen. NAMBOS hat diese Vorschläge systematisch ausgewertet, gefiltert und per Ident-Check auf identische ältere Marken geprüft. Die tragfähigen Kandidaten wurden mit den bei NAMBOS entwickelten Namen zu einem gemeinsamen Namenspool zusammengeführt.

Was andere Klinikverbünde daraus lernen können

Der Darmstädter Prozess zeigt ein Muster, das sich auf andere Krankenhaus-Fusionen übertragen lässt. Erst die Strategie, dann die Beteiligung. Mitarbeitende früh einzubinden nimmt der emotional aufgeladenen Namensfrage die Schärfe.

„Eine Fusion verändert Strukturen, aber erst die Positionierung gibt dem neuen Haus eine Richtung.“ Sebastian Fiebig, NAMBOS.

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Continental startet mit Xelve für moderne Mobilität

NAMBOS freut sich darüber, dass Continental nun Xelve gestartet hat. Mit Xelve wird unter einer starken Marke eine umfassende Lösung für automatisiertes Fahren angeboten, die sich u.a. durch Skalierbarkeit, fortschrittliche Sensorfunktionen und modulare Komponenten auszeichnet.

Xelve ist ein bedeutender Schritt in Richtung sicherer und effizienter Mobilität. Und mit Xelve Drive, Xelve Park und Xelve Pilot stehen innovativste Produkte zur Verfügung. “NAMBOS wünscht viel Erfolg mit den Produkten und dem passenden Naming”, so NAMBOS Geschäftsführer Peter A. Ströll.

NAMBOS hat für Continental die Namensstrategie, die Namensentwicklung, die Markenrecherche und die Sprachchecks gemacht.

20 Jahre Naming, Strategy & Research – NAMBOS feiert Jubiläum

Unsere Namensagentur wird 20 – ein Grund zum Feiern! Was könnte man zu diesem Anlass in Zahlen schwelgen. Bei 50 Projekten pro Jahr sind das 1.000 Produkt- und Firmennamen, die das Licht der Welt erblickten. Bei 1.000 benötigten Namensalternativen pro Projekt sind das 1.000.000 Namensalternativen, die kreiert wurden. Aber wir machen ja zum Glück keine Zahlen, sondern Namen. Daher werden wir nach dieser langen Wegstrecke nun auch mal philosophisch. Nein, nicht Goethe, sondern Platon gibt uns die richtigen Worte auch für die nächsten 20 Jahre:

„Die Namenserteilung ist kein gleichgültiges Anliegen und sollte nicht vom Zufall abhängen.“

Unsere Kunden sind uns nie gleichgültig und ihre Projekte sind uns wichtig, wir haben in allen Projekten immer so agiert, als würden wir die Namen für uns selbst machen. Und erst recht überlassen wir die Namensentwicklung nicht dem Zufall. Über die Jahre haben wir das optimale Rüstzeug, nämlich in Form unserer internationalen Kreativteams und unserer eigenen Überprüfungs-Tools, immer mehr optimiert. Dadurch werden wir allen kreativen, strategischen, sprachlichen und rechtlichen Anforderung gerecht und können jedes Projekt – ob eine  Namensstrategie, Namensfindung, Claimentwicklung oder auch unsere Überprüfungsleistungen – zu einem sehr guten und sicheren Ergebnis bringen.

Auch in Zeiten Künstlicher Intelligenz setzen wir auf die menschliche Erfahrung, Kreativität und Emotionalität, um aus einem Namen etwas ganz Besonderes werden zu lassen. Etwas Individuelles, Nachhaltiges, das einem Produkt oder einem Unternehmen einen guten Eintritt und Fortbestand im jeweiligen Wettbewerb ermöglicht. Zudem sichern wir die Namensentwicklungen durch unsere eigenen Markenrecherche-Abteilung mit hauseigenem Markenanwalt und unseren globalen Muttersprachler-Pool ab. Denn nur kreative und vor allem sichere Namen sind auch gute Namen. So setzen wir auch mit unserem KreativSicher-Prinzip als führende NamingAgentur anerkannte Maßstäbe, die in dieser Kombination keine Maschine leisten kann und einzigartig im Markt sind.

Dieser Umstand erfreut uns bei jedem Projekt und ist der Ansporn, die wenigen uns zur Verfügung stehenden Buchstaben immer wieder aufs Neue zu kombinieren, denn Namen sind etwas Wunderbares. Nicht nur für den, der sie verwendet, sondern auch für den, der sie erschafft.

Was bedeutet das Mercosur-Abkommen für Markennamen?

Mercosur Freihandelsabkommen vereinbart! Chancen, Risiken und ToDos für sichere Markennutzung und Markenrechte

Da jetzt auf dem Mercosur-Gipfel in Montevideo das Freihandelsabkommen mit der EU und den fünf Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela vereinbart wurde, ist dies wohlmöglich für Europa ein guter Weg aus der Wirtschaftskrise. Sollte es wirklich umgesetzt werden, entstünde die größte Freihandelszone der Welt mit 780 Millionen Einwohnern und damit ein riesiger Absatzmarkt für europäische Produkte. Denn hier würden 90 Prozent der Zölle auf EU-Waren wegfallen, was deren Absatz massiv ankurbeln würde.

„Das Abkommen wäre ein Hoffnungsschimmer für die EU als Ganzes, da es die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Europäischen Union ankurbeln würde”, sagte Bernd Lange (SPD), Vorsitzender des Handelsausschusses im EU-Parlament im RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Erschließung des Mercosur-Marktes und „Alternativ“-Standbein

Das Abkommen wird die Beziehungen zu diesen Ländern ausbauen und für die EU-Staaten vorteilhaft absichern, insbesondere weil China dort erhebliche Interessen verfolgt. Zudem könnte die weitere Erschließung des Mercosur-Marktes ein wirtschaftliches „Alternativ“-Standbein stärken, wenn sich mögliche protektionistische Maßnahmen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegen die EU realisieren und sich – auch auf das exportorientierte Deutschland – negativ auswirken sollten.

Markenrechte im Mercosur-Markt

Doch welche Auswirkungen und Chancen ergeben sich aus dem Mercosur-Markt im Zusammenhang mit der Entwicklung und Nutzung von Marken(namen) und deren Schutz? Wenn dem Mercosur-Markt mehr Wichtigkeit zukommt und viele Unternehmen dort ihre Produkte anbieten, müssen deren Marken(namen) auch dort markenrechtlich verwendbar sein!

„Vor einem Inverkehrbringen von Produkten in diesen Ländern muss unbedingt sichergestellt sein, dass dort nicht Markenrechte von Dritten verletzt werden, die dort bereits über identische oder ähnliche Marken(rechte) für identische oder ähnliche Produkte verfügen. Daher muss bei der Entwicklung von z.B. neuen Markennamen – wenn die Mercosur-Staaten für entsprechende Produkte anvisiert sind – die markenrechtliche Einsatzfähigkeit für diese Territorien geprüft werden. Bei der Namensentwicklung wäre dann eine passgenaue Markenrecherche unbedingt erforderlich“, so NAMBOS-Markenjurist Peter A. Ströll, „denn ohne Markenrecherche wäre ein Markeneinsatz dort ein „Blindflug“ mit hohen Konfliktrisiken.“

Markenrecherche ausweiten

„Wenn Kunden uns zu neuen Projekten kontaktieren, klären wir immer die Territorien, in denen die Produktnamen oder Firmennamen eingesetzt werden sollen. Daraus leiten wir dann die passgenaue Markenrecherchen ab. Wenn das in Zukunft auch vermehrt die Mercosur-Staaten sein sollten, werden wir das natürlich berücksichtigen. Unsere Rechercheabteilung ist ohnehin in der Lage, die Überprüfungen – wenn erforderlich – auf Mercosur zu erstrecken oder auch global durchzuführen“, so NAMBOS -Geschäftsführer und Leiter der internen Rechercheabteilung Sebastian Fiebig .

Markenschutz erstrecken

Wenn man eine einsatzfähige Marke hat, muss aber auch der Markenschutz auf die Länder erstreckt sein. Denn grundsätzlich ist eine Marke nur in den Territorien markenrechtlich sicher, in der sie Markenschutz – häufig und verlässlich z.B. nur durch eine Markenregistrierung – hat. Wenn man eine Markeneintragung nur in Deutschland hat, gilt diese nicht in anderen Territorien (z.B. nicht in den Mercosur-Ländern). „Daher sollte man zur Absicherung der Markenrechte die Schutzmaßnamen (z.B. durch entsprechende Markenregistrierungen) auf diese Länder vorsehen oder erweitern“, so NAMBOS-Markenjurist Peter A. Ströll LL.M. Eur.

Durch die Öffnung neuer Märkte ergeben sich also hervorragende neue Möglichkeiten und Chancen. Aus Markensicht gibt es jedoch auch immer ein paar ToDos, damit man die Produkte unter den Marken(namen) auch in den neuen Märkten einsetzen kann und dort auch für sich abgesichert hat.

Mehr Infos zu Themen Markenanmeldung und Markenregistrierung sowie Markenrecherchen findet man hier:

Markenanmeldung und Markenregistrierung – Was muss sollte man wissen?!

Markenrecherche – Sichere Ergebnisse für starke Marken | NAMBOS

Superstars und ihre Markenzeichen: Markenschutz, Werte und Möglichkeiten

Fußball ist König – und das nicht nur was die Popularität, die Marketingeinnahmen oder die Reichweite angeht, sondern auch in Hinblick auf eingetragene Marken und Markennamen.

So gibt es zum Beispiel nach Angaben des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) von Messi und Ronaldo aktuell jeweils sechs eingetragene Markenzeichen.

Und neuerdings macht Kylian Mbappé nicht nur auf dem Fußballfeld auf sich aufmerksam, sondern auch im Bereich des geistigen Eigentums, wo er mittlerweile die Weltfußballer Lionel Messi und Cristiano Ronaldo übertrifft.

Der Stürmer von Paris Saint-Germain hat sieben Unionsmarken zur Anmeldung gebracht. Neben seinem Namen befindet sich darunter auch das Markenzeichen für seinen Torjubel (gekreuzte Arme).

Jubeln hat für Fußballer einen anderen Stellenwert als noch vor 10 Jahren. Fußballer sind nicht nur Spieler, sondern auch Marken. Jeder Kicker muss sich dabei positiv von anderen Tor-Konkurrenten abheben. Dazu gehört ein individueller Torjubel, der dann auch in der digitalen Welt wie im FIFA-Onlinespiel für einen Wiedererkennungswert und eine Einzigartigkeit sorgt.

Eine Unionsmarke (EU-Marke) gewährt dabei exklusive Rechte in der gesamten Europäischen Union. Dies ist einer der größten und wichtigsten Wirtschaftsräume auf der Erde. Ein Markt mit fast 500 Millionen Verbrauchern ist besonders interessant und wichtig.

Mit der Eintragung einer EU-Marke wird das ausschließliche Recht an unterscheidungskräftigen Markenzeichen erlangt. Dazu können eben jene Namen, aber auch Farben, Bildern, Logos oder sogar Klänge wie der allseits bekannte Telekom-Jingle zählen.

Die Marken ermöglichen es Produkte zu kennzeichnen und sie von den Waren oder Dienstleistungen anderer Unternehmen und Sportlern zu unterscheiden. Sie dienen aber auch als Schutz gegenüber Fälschungen und illegalen und nicht autorisierten Markenaktivitäten.

Während die Eintragung von Marken im Fußball eine gängige Praxis ist, sind andere Sportarten häufig nicht so medial präsent und daher auch markentechnisch unterrepräsentiert. Auch Fußballerinnen sind im Bereich des geistigen Eigentums in der EU bisher offensichtlich noch kaum vertreten.

Anders sieht es bei den Vereinen aus. Dort thronen die Königlichen von Real Madrid mit 33 Unionsmarken und weiteren eingetragenen Geschmacksmustern an der Spitze.

Markenpersönlichkeiten in anderen Sportarten

Aber auch in anderen populären Sportarten sind eingetragene Markenzeichen für berühmte und herausragende Sportler:innen gängige Praxis. Ob Tiger Woods, Michael Jordan oder Stephen Curry. Sie alle sind mehr als Spitzensportler, sie sind die perfekten Marken und Markenbotschafter.

Mit einem erfolgreichen und authentischen Sportler mitsamt einer eingetragenen Marke können Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen viel besser und erfolgreicher vermarkten. So haben die Erfolge von Michael Jordan mit Nike viele Nachahmer gefunden.

Wobei Jordans Erfolg beispiellos ist. Es ist eine der einflussreichsten Marken innerhalb von Nike. Die Marke Jordan konnte allein im Jahr 2023 über 6 Milliarden US-Dollar an Einnahmen verzeichnen. Sie macht demnach über 10% des Gesamtumsatzes von Nike aus.

Natürlich gibt es auch andere zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus dem Showbiz die ihre Vor- und Nachnamen zur Markenanmeldung gebracht haben. Taylor Swift, Justin Bieber, Rihanna oder Beyoncé haben sich ihren Namen als Marke schützen lassen.

Nun hat nicht jeder einen bekannten Namen oder ist berühmt durch  sportliche oder gesangliche Erfolge. Und bekannte Namen müssen – wie von Nike – natürlich teuer lizenziert werden. Wenn Unternehmen ohne bekannte Personennamen oder teure Lizenzen – dennoch eine Marke aufbauen wollen, benötigen Sie einen guten Markennamen. Der ist nicht einfach zu finden. Um einen passenden Markennamen zu entwickeln, bedarf es nämlich viel Know-how und jahrelanger Naming-Erfahrung. Doch genau das hat und kann NAMBOS. Nämlich die kreative Namensfindung für Erfolgsmarken.

Zudem sind das Markenrecht und die internationale Markenlandschaft sehr komplexe Themenfelder. Durch die Vielzahl der bereits registrierten Markenzeichen und die unterschiedliche Rechtsprechung können schnell Markenverletzungen entstehen. NAMBOS lässt bei Markenrecherchen die allergrößte Sorgfalt walten, denn neben den Identitätsrecherchen kommen den Ähnlichkeitsrecherchen eine immer größere Wichtigkeit und Notwendigkeit zu. Ohne umfassende Recherchen sollte kein Name zur Markenanmeldung gebracht werden. Denn eine Marke muss nicht nur passgenau, sondern auch markenrechtlich sicher sein. Dann steht dem Markenerfolg auch rechtlich nichts entgegen.