Namensfindung mit System

Interstuhl, einer der führenden Büromöbel-Anbieter Europas, hat NAMBOS mit der Entwicklung eines Namensystems für sämtliche neuen Produkte beauftragt.

Das Unternehmen, auf dessen Stühlen auch James Bond oder Til Schweiger in ihren jüngsten Filmen sitzen, hat ein umfangreiches Produktportfolio. Dieses hatte bisher viele unterschiedliche Bezeichnungen, die in sich nicht sonderlich geordnet waren. Dies erschwerte zum einen die Namensfindung bei Neueinführungen, zum anderen die Orientierung der Zielgruppen in der großen Angebotspalette.

Um künftig relativ schnell und in konsistenter Weise neue Markennamen generieren zu können, die der Zielgruppe auch direkt Informationen über die Qualität und den Preis der Produkte mitliefert, hat NAMBOS entsprechend dem Kundenwunsch ein Benennungskonzept entwickelt, das einheitlich, transparent und anschlussfähig ist.

Um eine gewünschte Kategorisierung im Produktportfolio zu erreichen, sind die Stuhl-Modelle in die Klassen 1 bis 7 eingeteilt, die gleichzeitig Preissegmente bilden. Diese Klassen sind Teil des Produktnamens, der sich aus einem Begriff, den Initialen des Unternehmens (interstuhl = is) und der entsprechenden Klassenzahl zusammensetzt. So heißt ein Stuhl im Einstiegsbereich EVERY is1, im „Mittelklasse“-Segment findet sich der MOVY is3, in der oberen Mittelklasse wurde gerade die Serie KINETIC is5 eingeführt. Mit diesem Namenskonzept ist Interstuhl in der Lage, die Namensentwicklung in Zukunft systematisch und effizient zu gestalten. Zudem schafft das System Aufmerksamkeit und Differenzierung zum Wettbewerb.

Deutsche Bahn spricht Deutsch

Was aufgrund des Unternehmensnamens eigentlich auf der Hand liegen sollte, wurde nun mit offiziellen Leitlinien von Vorstand und Verkehrsminister verkündet: Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen möglichst viel Deutsch, möglichst wenig Englisch und kein „Denglisch“ mehr sprechen.

Zu oft hat man sich über Auszeichnungen wie „Sprachpanscher des Jahres“ ärgern und Kritik wegen Bezeichnungen wie „Servicepoint“ einstecken müssen. Die Problematik liegt in der Natur der Sache: Einerseits handelt es sich um ein urdeutsches Unternehmen mit einem breiten deutschen Zielpublikum, andererseits um einen international agierenden Großkonzern.

Diese Dinge haben sich auch auf sprachlicher Ebene in der Vergangenheit vermischt und sind zu einem uneinheitlichen Bild verschwommen, das letztlich der Außendarstellung schaden kann. „Die neuen Leitlinien sind ein begrüßenswerter Schritt zur Vereinheitlichung der Kommunikation. Dabei ist es prinzipiell nicht wichtig, ob im Unternehmen nun Deutsch oder Englisch gesprochen wird. Aber eine klare und einheitliche Vorgabe ist entscheidend für die interne und externe Orientierung“, so Sprachwissenschaftler und NAMBOS-Geschäftsführer Markus Lindlar zur neuen Strategie der Bahn.

Wichtig ist laut Namensfinder Lindlar allerdings, dass die am Markt eingeführten Markennamen davon unangetastet bleiben: „Es wäre falsch, eine Marke wie Call-a-bike zu verändern. Dafür wurde in der Vergangenheit zu viel Geld in die Kommunikation gesteckt.“ Auch NAMBOS hat bereits Erfahrungen mit den besonderen sprachlichen Anforderungen der Deutschen Bahn gemacht. Bei der Namensfindung für das Carsharing-Angebot wurde im Briefing darauf hingewiesen, dass der neue Name nicht zu Englisch sein dürfe. „Er sollte aber gleichzeitig international funktionieren, was natürlich ein gewisser Spagat ist. Aber wir konnten die Aufgabenstellung mit dem Markennamen Flinkster lösen, der sowohl im Deutschen als auch international sprachlich sehr gut ankommt“, so der Kreativchef der Namensagentur.

Namensfindung: Wendler ist nicht gleich Wendler

Wie das Oberlandesgericht Düsseldorf (Urteil vom 21. 5.2013; Az: I-20 U 67/12) feststellte, darf der Schlagersänger Michael Wendler nicht länger die Bezeichnung „Der Wendler“ ohne klarstellenden Zusatz verwenden. Erfolgreich geklagt hat gegen den Sänger – der mit bürgerlichem Namen eigentlich Michael Norberg heißt und insbesondere mit dem Titel „Sie liebt den DJ“ bekannt geworden ist – der aus Velbert stammende Frank Wendler. Dieser ist ebenfalls Sänger und hatte sich bereits 2008 die Marke „Der Wendler“ beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt.

Das Gericht stellt in diesem Zusammenhang fest, dass es sich um einen Fall der Koexistenz gleichnamiger Personen handelt und ließ dazu ausführen: „Unabhängig davon, wer den Namen zuerst getragen habe, seien die Namensträger in dieser Situation zur wechselseitigen Rücksichtnahme verpflichtet. Darum dürfe keiner von ihnen die Bezeichnung „Der Wendler“ ohne eine Klarstellung, um welchen Wendler es sich handelt, verwenden. Vielmehr müsse in der Regel der Vorname hinzugefügt werden.“ Der Schlagersänger Michael Wendler wurde daher verurteilt, die Verwendung der Bezeichnung ohne hinreichende Klarstellung zu unterlassen. Im Gegenzug wurde vom OLG aber auch der Kläger – Frank Wendler – zur Löschung der auf ihn eingetragenen Wortmarke verurteilt.

„Die beiden Sänger haben damit eigentlich nichts gewonnen, sondern beide – bis auf die in diesem Bereich nicht zu verachtende PR-Wirkung – verloren. Interessant ist das Urteil auch deshalb, da es nahezu salomonisch anmutet“, so der NAMBOS-Markenanwalt Peter A. Ströll. „Zudem zeigt es, dass die Rechte an Künstlernamen, bürgerlichen Namen und Marken gleichwertig im System der Kennzeichenrechte bestehen. Bei der Namensentwicklung – d.h. auch bei der Wahl des Künstlernamens – müssen daher alle möglichen Kennzeichenrechte beachtet werden. Dies gilt bei der Namensfindung für Künstlernamen, aber natürlich auch bei Produkt- und Firmennamen.“

Es bleibt nun abzuwarten, ob die beiden Schlagersänger das Urteil akzeptieren, oder innerhalb eines Monats beim Bundesgerichtshof Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einlegen. Bis dahin ist das Urteil noch nicht rechtskräftig,“ so der Rechtsexperte und Inhouse-Anwalt bei der Naming-Agentur NAMBOS.

Sky is the limit: Gericht verbietet Microsoft Namensnutzung

Der britische Fernsehsender BskyB hat geschafft, wovon viele Markeninhaber nur träumen können: Der lexikalische Begriff „Sky“ konnte soweit monopolisiert werden, dass nun sogar dem Softwareriesen Microsoft die Nutzung dieses Namensbestandteils verboten wurde.

Der Clouddienst „skydrive“ darf ab sofort nicht mehr unter diesem Namen in Großbritannien und Europa angeboten werden. Ein Gericht bestätigte, dass eine Verwirrung bei den Verbrauchern erzeugt werden könne was den Anbieter dieses Dienstes betreffe. „Das ist natürlich eine Riesengeschichte für den Fernsehsender und eine große Hilfe dabei, einen an sich ziemlich beschreibenden Markennamen tatsächlich exklusiv benutzen zu dürfen“, so NAMBOS-Geschäftsführer Markus Lindlar. „Und es zeigt, dass man bei der Namensfindung extrem auf vorhandene Markenrechte achten muss, gerade bei Marken mit einem so hohen Bekanntheitsgrad.“

Claim & Logo für Angebotsportal

Den Schnäppchen auf der Spur: Marktjagd ist das Portal zum Finden lokaler Geschäfte und Angebote und zum Stöbern in Produkten, Prospekten und Coupons.

Damit auch das Unternehmen und sein Angebot immer besser gefunden und wahrgenommen wird, wurde die Namensagentur NAMBOS mit der Überarbeitung des Logos und der Entwicklung eines neuen Claims beauftragt. Das neue Logo und die dazugehörige App-Kachel greifen den Inhalt des Portals in prägnanter Weise auf und sind unverwechselbar. Mit dem Claim „Der Shopping-Navigator“ wird eine neue Dienstleistungskategorie geschaffen, die dem User Orientierung und dem Unternehmen eine klare Positionierung liefert.

Neuer Elektro-Name von NAMBOS

Unter dem neuen Markennamen „Emparro“ hat das Unternehmen Murrelekronik ein Schaltnetzteil mit maximalem Wirkungsgrad eingeführt.

Erzielten Netzteile bislang einen Wirkungsgrad von  maximal 90%, kann dieser dank Emparro nun auf 95% erhöht werden. Somit bleiben nur noch 5% der verbrauchten Energie ungenutzt. Dieses Leistungsmerkmal stellt einen absoluten USP in der Elektrobranche dar, weshalb das Produkt zusätzlich den Claim „Simply the best“ erhielt. Die Namensagentur NAMBOS entwickelte den starken Produktnamen für den weltweiten Einsatz. Bei der Namensentwicklung wurde vor allem die hohe Leistungsfähigkeit und die damit verbundene Kraft hervorgehoben. So assoziiert „Emparro“ nicht nur „Ampère“, sondern auch Empire und Power, und hat eine sehr dynamische Phonetik. Außerdem stellt die Verwendung des doppelten Rs einen indirekten Bezug zur Absendermarke MURR dar. Damit hebt sich das Produkt nicht nur durch seine hervorragenden Eigenschaften von der Branche ab, sondern auch durch einen eigenständigen und prägnanten Markennamen.

Namensentwicklung für innovativen Geschäftsbereich

Die Würth Elektronik Unternehmensgruppe hat einen neuen Geschäftsbereich gegründet, der sich mit der Entwicklung und Herstellung von hochinnovativen RFID-Produkten beschäftigt. Die Namensagentur NAMBOS hat hierfür den Namen „Embids“ entwickelt.

Es handelt sich um ein Akronym, das aufgelöst werden kann in „embedded identification solution“.  Das Unternehmen bietet ein großes Sortiment an RFID-Transpondern an, die unter dem Markennamen „EMBItags“ vertrieben werden. Ziel der Namensentwicklung war es, den neuen Geschäftsbereich mit einer eigenen Bezeichnung aus dem Konzern herauszuheben und so die aktuelle und künftige Bedeutung der Technologie zu unterstreichen.

Kroatien – Neue Anforderung bei EU-Markenanmeldungen und der Namensfindung

Seit dem 1. Juli 2013 ist Kroatien – neben 27 weiteren Staaten – Mitglied der Europäischen Union und auch im EU-Gemeinschaftsmarken-System integriert. Wenn man also für die EU eine Gemeinschaftsmarke registrieren möchte, ist nun auch Kroatien im EU-Markenschutz eingeschlossen.

„Die Gemeinschaftsmarke ist mit Kroatien noch kosteneffizienter, denn mit einer Anmeldung kann man jetzt Markenschutz in 28 Staaten erreichen, ohne das zusätzliche Kosten für das weitere Mitgliedsland entstehen. Denn die Gemeinschaftsmarke kostet im Rahmen einer elektronischen Anmeldung auch weiterhin nur 900 Euro,“ so der Naming-Spezialist Peter Ströll.

Bei der Namensfindung ist mit Blick auf eine sichere Markennutzung jedoch nun unbedingt zu beachten, dass bei der Markenrecherche für die EU jetzt auch Kroatien mit dem eigenen nationalen Markenregister berücksichtigt wird. Wer nicht sämtliche nationalen (!) Markenregister der 28 EU-Staaten prüft – wie es bei unseriösen Angeboten häufig der Fall ist – kann sich eine blutige Nase holen. Bei diesen Billigangeboten werden z.B. nur das nationale Markenregister eines Landes (z.B. Deutschland), das EU- und das IR-Register geprüft und nicht die Markenregister der andern 27 Mitgliedstaaten, was einen erheblichen Aufwands- und Kostenunterschied ausmacht. Nur wer vor der EU-Markenanmeldung sämtliche nationalen Markenregister, das EU-Markenregister und das IR-Markenregister prüft, gewinnt die nötige Sicherheit.

„Daher empfehlen wir unseren Kunden bei der Namensentwicklung für das Zielgebiet EU immer eine entsprechend umfassende Recherche zu der auch die Firmennamen gehören, damit man nachher Probleme vermeidet“, so der Markenanwalt der Namensagentur.

Neuer „System“-Name für mehr Patientensicherheit

Das zur Honeywellgruppe gehörende Unternehmen Ackermann hat ein hochinnovatives Kommunikationssystem für den medizinischen Bereich entwickelt.

Unter der von der Namensagentur NAMBOS kreierten Bezeichnung „Systevo“ bietet der weltweit führende Anbieter von Pflegekommunikations– und Rufanlagen eine Systemplattform, die aktuelle und künftige Technologien problemlos integrieren kann. Dieser Systemansatz stand bei der Namensentwicklung im Vordergrund und wurde im neuen Namen aufgegriffen: Systevo setzt sich aus „System“ und „Evolution“ zusammen. Der Name ist Programm: Systevo setzt neue Maßstäbe und entwickelt sich dank seiner offenen Systemstruktur auch zukünftig immer weiter fort.

Richtig Radeln mit QuoRadis

Wer das Rheinland mit dem Fahrrad erkunden möchte, bekommt ab Sommer fachkundige Hilfe von der Fahrrad-App QuoRadis.

Via Smartphone erhält der ambitionierte Radfahrer wertvolle Informationen über Routen, Sehenswürdigkeiten oder gastronomische Einkehrmöglichkeiten. Die RadRegion Rheinland hat NAMBOS, die Agentur für Namensfindung, damit beauftragt eine leicht verständliche und doch einzigartige Bezeichnung für die neue App zu entwickeln. Mit der Abwandlung des lateinischen „quo vadis“ (Wohin gehst du?) entstand ein merkfähiger, aussagekräftiger und sympathischer App-Name, der künftig die radbegeisterten Menschen durch die Region führt.