Neuer Name für Duden, der Sicherheit gibt

Duden ist seit über 135 Jahren der Maßstab für die Qualität von Wörterbüchern und für korrekte Sprache. Nun wurde unter dem Namen Duden-Mentor ein neues digitales Angebot gelauncht und NAMBOS hat den passenden Namen für den modernen Helfer entwickelt.

Wer viele Texte schreibt, der muss sich auch um Grammatik und Rechtschreibung kümmern. Jeder braucht dann hin und wieder Hilfe. Natürlich ist es im digitalen Zeitalter längst nicht mehr nötig, den Duden in Print-Form zu haben. Jetzt ist es möglich, Texte grammatikalisch, orthographisch und stilistisch überprüfen zu lassen. Plagen einen Unsicherheiten hinsichtlich der deutschen Grammatik, ist das neue Tool ‚Duden-Mentor‘ der schnelle und sichere Helfer.

Duden-Mentor bietet Textkorrektur auf Knopfdruck, denn er überprüft Texte in Sekunden nach Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Aber man spart eben nicht nur Zeit, sondern gewinnt Textsicherheit. Texte für Schule, Ausbildung, Universität oder Beruf – der Duden-Mentor hilft überall.

„Der neue Name soll die ‚helfende Kompetenz‘ für die Zielgruppen schnell verständlich machen, deshalb hat sich der Verlag auch für den Namenszusatz ‚Mentor‘ entschieden. Er ist der sichere Helfer, der bei Texten – egal welcher Art – sehr schnell unterstützt. Duden-Mentor bildet – durch seine leicht akademische Anmutung – eine hohe Kompetenz und Unterstützungsleistung ab. Zudem ist der Name nicht kompliziert, einfach zu sprechen und passt zu Duden,“ so Linguist und NAMBOS-Geschäftsführer Markus Lindlar.

Neuer Name für Konzernbereich

Aus DB Rent wird Deutsche Bahn Connect, denn der Konzernbereich kümmert sich nicht nur um „Vermietung“, sondern wird die Zukunft der Mobilität bestimmen. Das Unternehmen steht für clevere und „connective“ Mobilität und bietet ganzheitliche Mobilitätslösungen an. Dazu verknüpft das Unternehmen die Angebote, die von intelligenten Fuhrparklösungen bis hin zu Sharing-Produkten reichen, mit dem Reiseangebot der Deutschen Bahn.

„In Zukunft geht es mehr denn je um eine bedarfsgerechte Kombination unterschiedlichster Mobilitätsangebote. Unser Versprechen an die Kunden ist: Clever vernetzte Mobilität. Daraus leitet sich unser neuer Name ab: Deutsche Bahn Connect,“ so die Vorsitzende der Geschäftsführung des Unternehmens Sylvia Lier.

Dies unterstreicht auch Björn Bender (Leiter Vertrieb): „Bald werden nicht mehr einzelne Mobilitätsbausteine nachgefragt, sondern Mobilität als Ganzes. Unabhängig vom Verkehrsmittel.“

Die Deutsche Bahn stellt sich in diesem innovativen Bereich also viel breiter auf und möchte dieses weite Mobilitätsspektrum auch im Namen schnell verständlich transportieren. Im Laufe des Naming-Prozesses entwickelte NAMBOS viele unterschiedliche Ansätze, die in intensiven Naming-Workshops diskutiert wurden. „Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass der neue Name mit dem restlichen Portfolio der Deutschen Bahn harmoniert. Daher hat sich das Unternehmen letztlich für diese deskriptive Naming-Strategielösung entschieden“, so NAMBOS-Geschäftsführer und Leiter der strategischen Kreation Markus Lindlar.

NAMBOS hat zudem die Markenrecherche und die Sprachanalyse durchgeführt, damit das Unternehmen mit der nötigen Markensicherheit starten konnte.

Namen für die digitale Transformation

Mittlerweile läuft die vierte, nunmehr digitale, industrielle Revolution auf Hochtouren. Was lange ein abstrakter Begriff blieb, hat mittlerweile in Form der digitalen Transformation branchenübergreifend – aber auch bei der Namensentwicklung – Einzug gehalten: Die Industrie 4.0.

Diese Umwandlung von analog zu digital betrifft auch eines der deutschen Wirtschaftsstandbeine, die Maschinenbauindustrie. Denn diese neue Welt bietet viele Vorteile, etwa in Form von digitalen Zwillingen zur Prüfung von Innovationen auf ihre Chancen und potentielle Risiken. Produktionszeiten verringern sich, die Herstellung wird insgesamt effizienter und schneller, gleichzeitig jedoch auch flexibler und sicherer. Diese Vorzüge gelten für alle, sowohl für die Branchenriesen wie Siemens und GE als auch für die zahlreichen mittelständischen Unternehmen wie Dürr, Voith, Trumpf oder Phoenix Contact.

Von der Typenbezeichnung zum eigenen Namen
Der Weg vom klassischen Industrieunternehmen hin zur Industrie 4.0 ist jedoch ein elementarer Prozess und erfordert zahlreiche Umbrüche – sowohl im Handeln als auch im Denken. Neue digitale Plattformen bieten innovative Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Diese Plattformen sind für viele Unternehmen so bedeutend, dass sie oftmals einen eigenständigen und „anderen“ Namen erhalten. Dies ist nicht selten ein Novum, denn oftmals bekamen die Produkte nur differenzierende Typenbezeichnungen. Nun sollen diese Namen aber auch die digitale Transformation widerspiegeln, die Innovationskraft und Dynamik veranschaulichen. Das passt nicht immer zum altehrwürdigen Firmennamen, sodass hier ein
passender, neuer gefunden werden muss. „Unternehmen, die die digitale Transformation noch vor sich haben, sollten deshalb sorgfältig über bestehende und neue Marken nachdenken und sich beraten lassen, denn neue Wege benötigen auch innovative Denkanstöße von außen“, empfiehlt Markus Lindlar, Geschäftsführer und Sprachwissenschaftler bei NAMBOS.

Abstrakte Namen für starke Marken
So hat etwa Siemens die Digital Entreprise Suite eingeführt. Dieser Name beschreibt das Produkt und erschließt sich somit dem Nutzer sofort. Andererseits funktioniert er jedoch nur in Kombination mit dem Konzernnamen, alleine wirkt er nicht. Einen Schritt weiter ist der Mitbewerber GE gegangen, der seine Plattform Predix nennt. Der Name ist etwas abstrakter, obwohl man seine generische Ableitung vom Begriff „predict“ (engl. für voraussagen) noch gut erkennen kann. Zudem lässt er sich auch eher vom Konzernnamen losgelöst verwenden und emotional aufladen.
Eigenständig, selbstbewusst und stark präsentiert sich die digitale Lösung des Herstellers Dürr unter dem abstrakt anmutenden Namen Loxeo. Diese Kreation von NAMBOS ist frei und bildet eine eigene, unabhängige Marke, dennoch lässt sie sich aus Begriffen wie „Look“ oder „Access“ herleiten. Auch das Unternehmen Voith hat ihrer Plattform einen eigenen Namen gegeben und dabei das Thema der digitalen Daten-Cloud aufgenommen. Ihr Plattform-Name OnCumulus leitet sich zum einen von der Datenwolke ab, zum anderen vom Kumulieren, dem Anhäufen (von Daten).
„Wichtig ist,“ so NAMBOS-Kreationsleiter Markus Lindlar „dass der neue Name die digitale Transformation des Unternehmens widerspiegelt und auch zur zukünftigen Strategie und Ausrichtung des Unternehmens passt. Diese Chance, auch disruptive Prozesse zu starten und im Namen zu verdeutlichen, sollte nicht ungenutzt bleiben.“

Rat und Hilfe beim neuen Namen
Ganz gleich, ob es in Richtung Digital Entreprise Suite, Predix, Loxeo oder OnCumulus geht – die Experten von NAMBOS helfen sowohl bei der Entwicklung eines passenden Namens als auch bei dessen anschließender Überprüfung. „Denn der Name soll nicht nur sprachlich in seiner Anmut und Aussage zum (neuen) Unternehmensbereich passen,“ so der Markenrechtler und NAMBOS-Geschäftsführer Peter Ströll, „sondern vor allem juristisch muss er einsatzfähig sein.“

NAMBOS hält Vortrag zum Thema „Foreign Branding“

mem„Foreign Brands“ sind Marken, die bestimmte Eigenschaften von Ländern und Kulturen nutzen, um dann von einem Stereotyp dieser Länder und Kulturen zu profitieren. Dabei werden z.B. Markennamen für Produkte gewählt, die mit bestimmten Ländern und Kulturen verbunden sind oder assoziiert werden. Tatsächlich stammen diese damit versehenen Waren aber aus einem anderen Land und nicht aus dem suggerierten.

Einige Beispiele für diese Möglichkeit der Markenführung und der Namenskreation sind die Marken „Häagan-Dazs“, „Jack Wolfskin“, „Desperados“ und „Montblanc“. „Häagan-Dazs“ assoziiert eine skandinavische Herkunft, ist aber eine US-Marke. „Jack Wolfskin“ ist auch nicht aus Kanada, sondern eine deutsche Marke. Das Tequila-Biermixgetränk „Desperados“ ist nur im Markennamen und in der Aufmachung spanischen/mexikanischen Ursprungs, denn es kommt aus Frankreich. Und auch beim deutschen Hersteller von teuren Schreibgeräten „Montblanc“ stimmen suggeriertes und tatsächliches Herkunftsland (Frankreich vs. Deutschland) der Produkte nicht überein.

„Diese Spielarten der Markenführung und des Naming sind nicht nur bei uns gängig, sondern aktuell auch in aufstrebenden Märkten beliebt. So werden z.B. auch in China immer mehr „westlich“ anmutende Marken angeboten, die eigentlich in China produziert werden“, so Markenexperte Peter Ströll. „Bei der Kreation von Foreign Brands muss bei der Namensfindung aber insbesondere auf Glaubwürdigkeit und Authentizität geachtet werden. Daher sind bei dieser Art der Namensentwicklung (neben üblichen strategischen und rechtlichen Anforderungen) insbesondere sprachliche Kriterien zu beachten. Sollte es nämlich in sprachlicher Hinsicht zu einem Fauxpas kommen (z.B. durch negative Bedeutungen in der Sprache des suggerierten Herkunftslandes), kann die suggerierte Markenherkunft wie ein Kartenhaus zusammenbrechen und damit die Kaufbereitsschaft völlig verloren gehen,“ so Ströll.

Auf diese Risiken verweist auch Frau Dr. Kristina Klein vom Seminar für Marketing und Markenmanagement der Uni Köln. Sie ist Wissenschaftspreisträgerin des Deutschen Marketingverbandes mit ihrem Dissertationsthema „Essays on the effects of brand names and prices on consumer behavior“.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe MC-Wissenschaft waren Frau Dr. Klein und NAMBOS-Geschäftsführer Peter A. Ströll für Fachvorträge zum Thema „Foreign Branding“ zum MarketingClub Frankfurt eingeladen. Am 29. Oktober 2013 referierte Frau Dr. Klein zu ihren wissenschaftlichen Ergebnissen und NAMBOS-Geschäftsführer Peter A. Ströll zu den praktischen Anforderungen und Erfahrungen bei der Namenskreation im Bereich der „Foreign Brands“.

Die beliebtesten Anfangssilben 2018: PRO immer noch vorne

Rund 70.000 neue Markennamen wurden 2018 allein in Deutschland zur Anmeldung gebracht. Eingetragen wurden davon ca. 50.000. Immerhin 2 % dieser neuen Marken beginnen mit der Silbe „Pro“. Damit sind diese drei Buchstaben nach wie vor die beliebtesten, wenn es darum geht sich eine Bezeichnung im Markenregister schützen zu lassen. Klar, es handelt sich ja auch um ein Symbol für Positives und Professionelles, auf das bei der Namensentwicklung nur allzu gerne zurückgegriffen wird. In der von der Namensagentur NAMBOS erstellten Rangliste befindet sich auf Platz 2 die Silbe „Con“, die vor allem für Begriffe wie „Consulting“ oder „Confidence“ steht. Auch unter den Top 5: „Med“. Diese Buchstabenkomposition repräsentiert vor allem „Medizin“ und „Medien“.

 

Silben im Zusammenhang mit Digitalisierung nicht vorne im Ranking

 

Die Auswirkungen der Digitalisierung sind zumindest bei der Verwendung der eher deskriptiven Anfangssilben noch nicht so deutlich spürbar. Auf Platz 7 reiht sich „Int“ ein, das für „Internet“, aber auch für „International“ stehen kann. Die Silbe „Dig“ liegt auf Platz 12, „Net“ nur auf Rang 19. Dazu Markus Lindlar, Kreationsleiter bei NAMBOS: „Dies hat vor allem zwei Gründe: Im Zusammenhang mit der Industrie 4.0 setzen manche Unternehmen gerne traditionelle Markennamen ein, um ihre Zielgruppe nicht noch mehr zu überfordern, und nehmen dann eben „Pro“ oder „Com“.  Andere wiederum wollen den innovativen Charakter ihrer Produkte noch unterstreichen und wählen einen einzigartigen Namen mit hohem Alleinstellungspotenzial, der gerade keine Aussage über das Produkt trifft.“

 

Inflationäre Silben markenrechtlich problematisch

 

„Der Anfang eines Markennamens hat prägenden Charakter für die gesamte Bezeichnung, daher ist eine Verwendung von inflationär genutzten Anfangssilben auch immer mit mehr Risiko verbunden“, weiß Peter Ströll, Rechtsanwalt und Geschäftsführer bei NAMBOS. Die Namensagentur empfiehlt ihren Kunden, bei der Namenskreation eher auf etwas ungewöhnlichere Namen zu setzen. Diese sind zum einen rechtlich in der Regel unproblematischer, zum anderen aber auch in der Flut der weltweiten Markennamen besser zu identifizieren.

 

Persönliche Silbe schaffen Emotionalität

 

Auch sehr beliebt sind persönliche Silben wie „You“ oder „my“, die in neuen Markennamen eine persönliche Basis zwischen Absender und Zielgruppe herstellen sollen. Auch dies ist vor dem Hintergrund der fortschreitenden Technologisierung nachvollziehbar: „Die Unternehmen im Mobilitätsbereich müssen ihre potenziellen Kunden mitnehmen in die neue Welt, damit diese die innovativen Produkte auch akzeptieren und nutzen“, so Lindlar. Sichtbar wird dies im Automobilbereich: Volkswagen arbeitet mit „We“, Mercedes mit „Me“ und BMW mit „My“.

 

Top 25 der beliebtesten Anfangssilben in Deutschland (2018)

 

1.       Pro 1035
2.       Con 789
3.       Com 627
4.       Med 626
5.       Ex 527
6.       You 499
7.       Int 488
8.       my 482
9.       On 464
10.   All 437
11.   Sol 388
12.   Dig 371
13.   Tec 366
14.   Bio 309
15.   Ener 308
16.   Vit 270
17.   Eu 247
18.   Sys 245
19.   Net 202
20.   Dat 187
21.   Glo 147
22.   Top 122
23.   Org 120
24.   Trans 112
25.   Nex 93

 

NAMBOS hält wieder Vorlesungen an der Universität Bremen

Das markstones Institute of Marketing, Branding and Technology der Universität Bremen hat NAMBOS-Geschäftsführer und Rechtsanwalt Peter A. Ströll zur Durchführung einer Doppelvorlesung am 26. Juni 2019 eingeladen. Der Naming- und Markenschutzspezialist wird die Vorlesung zum Thema „Finding the perfect brand name / Requirements, traps, solutions and trademark protection” durchführen und wichtige und aktuelle Themen in diesem Bereich (Namensstrategie, Namensfindung, Fehlerfallen, Markenschutz) vermitteln. Die Themenschwerpunkte des markstones Institutes der Universität Bremen sind u.a. aktuelle Marketing-Fragestellungen im Zeitalter von Big-Data, E-Commerce und Künstlicher Intelligenz. Das sind auch Themen, die die Arbeit bei NAMBOS täglich beeinflussen. Daher bringt Markenprofi Ströll auch seine Kenntnisse zu diesen Themen mit in seine Vorlesung ein.

 

Zum Referenten:

Peter A. Ströll LL.M. Eur (1967) studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bremen. Die achtjährige Mitarbeit bei Radio Bremen (Fernsehen) weckte sein Interesse für das Medienrecht, weshalb seine Tätigkeitsschwerpunkte im Bereich des Marken-, Wettbewerbs- und Urheberrechts liegen. Seine Kenntnisse erwarb er in juristischen Tätigkeiten u.a. in Hamburg, San Francisco, Berlin und Köln. 2005 gründete er die Rechtsanwaltskanzlei Dorenz Ströll Rönneper & Partner in Köln mit Schwerpunkt Marken, Entertainment und Agenturen.

Als Mitglied der Geschäftsführung der Kölner Namingagentur NAMBOS GmbH zeichnet er verantwortlich für das Research & Legal Department. Darüber hinaus kreiert er seit mehr als zwanzig Jahren Namen und berät internationale Unternehmen in Markenfragen, insbesondere, wenn es um die Entwicklung, die Überprüfung und den Schutz von Marken geht.

Neben seiner Arbeit als Rechtsanwalt und Namefinder ist Peter A. Ströll gefragter Experte auf internationalen Markenseminaren und Fachveranstaltungen. Zudem hält er Vorträge bei Marketing-Clubs und Markenforen, veranstaltet und leitet unternehmensinterne NamingWorkshops und gibt seine juristische Erfahrung als Berater einer Gründeroffensive weiter. Darüber hinaus vermittelt er als Gastdozent sein Wissen an Studenten in diversen Universitäten und Hochschulen. Zahlreiche seiner Kommentare und Einschätzungen zu markenrelevanten Themen sind in verschiedenen Publikationen erschienen.

NAMBOS-Marken im James Bond-Film „SPECTRE“

spectre

Der renommierte Stuhlhersteller und NAMBOS-Kunde Interstuhl ist mit den Linien KINETICis5 und MOVYis3 im neuen 007-Film „SPECTRE“ vertreten – mit KINETICis5 sogar in einer der Hauptszenen.

Somit sind die hochwertigen Interstuhl-Produkte nun schon zum dritten Mal in der weltweit erfolgreichen Reihe zu sehen. Ein aufmerksamkeitsstarkes und internationales Product Placement…und NAMBOS hat die auffällige Namensstrategie und die Markennamen gemacht!

Weitere Infos:

interstuhl.de

NAMBOS beim Deutschlandfunk

NAMBOS beim Deutschlandfunk

NAMBOS-Geschäftsführer Markus Lindlar spricht im Deutschlandfunk-Feature „“Nomen est omen? – Wie Namen entstehen und wirken“ über berühmte Marken, Strategien und Fehler bei der Wahl von Markennamen.

Das einstündige Feature beschäftigt sich mit der Wirkung und Bedeutung von Namen in vielerlei Hinsicht. Ein zentrales Thema sind die sogenannten „Objektnamen“, die anders als Personennamen für Produkte oder ganze Unternehmen verwendet werden. Dass man bei der Namensentwicklung ganz schön viel falsch machen kann, wird im Interview mit dem Namensexperten anhand zahlreicher Beispiele veranschaulicht.

Weitere Infos:

deutschlandfunk.de

NAMBOS-Markenrecht-News: Neues und Skurriles aus der Welt des Markenstreits

Burger King bewirbt Speisen als „Nicht Big Mac“

McDonald’s Schutz der Marke „Big Mac“ wurde durch das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum eingeschränkt. In Skandinavien läuft bereits eine Kampagne vom Wettbewerber Burger King, der die Niederlage des Konkurrenten aufgreift. Mit Slogans wie „Wie ein ‚Big Mac‘, aber wirklich groß“ wird auf Menükarten in Schweden geworben.

Für zu ähnlich hatte McDonald’s den Markennamen „Mighty Mac“ der irischen Kette Supermac’s in Bezug auf das eigene Produkt Big Mac argumentiert und doch verloren. Der Fast-Food-Konzern habe die Marke nicht aktiv genug genutzt so das Urteil.

 

Petry verliert Streit um eigene Marke

Die ehemalige AfD-Abgeordnete Frauke Petry erlebt ihr blaues Wunder und muss die angemeldete Marke „Die blaue Partei“ löschen, so entschied das Landgericht München.
Ihren Parteinamen muss sie nicht umbenennen.

Eine Marke „Die Blauen“ wurde von der AfD ca. zwei Wochen vor Petrys Marke angemeldet.  Der Sprecher des Deutschen Patent- und Markenamtes gab zu Protokoll, dass „Eine Partei für ihre eigentlichen Aufgaben keine Marke braucht“. Egal ob Firmenname, Produktname oder Parteiname – Markenrecherche und Sprachanalyse sind unabdingbare Bausteine im Prozess der Namensentwicklung. Mit diesen Naming-Dienstleistungen kann solch ein Marken-Fauxpas verhindert werden.

 

Aldi unterliegt im Markenstreit aufgrund der Warenpräsentation

Die Marken Joop und Calvin Klein wurden durch das Verkaufsumfeld beim Discounter im Markenprestige beeinträchtigt und beschädigt. Daher muss Aldi-Süd diese Parfüms der Coty Gruppe aus dem Sortiment nehmen. Das Wirtschaftsmagazin juve.de hatte darüber informiert.

Die einstweilige Verfügung, des weltweit größte Parfüm-Produzent gilt weiter, obwohl Aldi in der Zwischenzeit reagierte hatte, indem die Parfüms in einem hochwertigeren Umfeld in Form von Glasvitrinen präsentiert. Ob Aldi-Süd in Berufung geht, ist bisher noch nicht bekannt.

 

Nur Louboutin darf Schuhe mit roten Sohlen verkaufen

Ein niederländisches Gericht gab im Markenstreit mit der Deichmann-Tochter Van Haren dem Designer Louboutin Recht, dass rote Schuhsohlen ein Markenzeichen von Louboutin sind.

Der Deichmann-Tochter wurde untersagt, weiterhin Schuhe mit roter Sohle zu verkaufen. Nun muss Van Haren Schadenersatz plus Zinsen zahlen und alle im Lager verbliebenen rot besohlten Schuhe vernichten. Die Modelle waren von der US-Schauspielerin Halle Berry mitgestaltet worden.

Louboutin hatte bereits vor Jahren gegen Van Haren geklagt. Zwischenzeitlich zogen die Richter aus Den Haag den EuGH in Luxemburg hinzu. Mit dem Ergebnis, dass Louboutin die alleinigen Markenrechte an den roten Schuhsohlen besitzt.

Die Farbe Rot ist dabei keine Form. Die Farbe ist der Hauptgegenstand der Marke, so dass diese nicht „ausschließlich“ aus der Form bestehe. Der französische Designer hatte im Jahr 2010 in den Benelux-Ländern die roten Sohlen seiner Schuhe als Marke eintragen lassen. Vor der Nutzung von Marken, egal ob Farbmarke, Markenname oder Bildmarke sollte unbedingt eine Markenrecherche durchgeführt werden. Die Namensagentur NAMBOS führt diese zuverlässig und umfassend durch.

Neues beim Markenrecht – Markenrechtsmodernisierungsgesetz (MaMoG) in Kraft

Das Markenrechtsmodernisierungsgesetz (MaMoG) zur Novellierung des Markengesetzes (MarkenG) ist am 14. Januar 2019 in Kraft getreten, wodurch viele neue Regelungen in deutsches Recht umgesetzt worden sind.

„Einige der Novellierungen haben einen Einfluss auf die Namensfindung und die Schutzmöglichkeiten. Andere betreffen neue Markenformen, sind eher verfahrenstechnischer Natur und betreffen nicht die Namensentwicklung. Bei NAMBOS befassen wir uns natürlich intensiv mit den Änderungen und die Auswirkungen auf das Naming“, so NAMBOS Geschäftsführer und Rechtsanwalt Peter A. Ströll, „damit wir auf der Höhe der Zeit sind unsere Kunden umfassend beraten können. Damit man einen ersten Überblick bekommt, haben wir hier die wichtigsten Änderungen im Überblick nachfolgend aufgeführt.“

  1. Neue Markenformen

Bisher mussten Marken grafisch darstellbar sein. Jetzt genügt es, wenn sie eindeutig und klar bestimmbar sind. Hiermit soll dem Bedürfnis des Marktes nach aktuellen Markenformen nachgekommen werden. Z.B. können nun auch geräuschhafte Marken, Hologramme, Multimediamarken und andere Markenformen in geeigneten elektronischen Formaten eingetragen werden.

  1. Gewährleistungsmarke

Die Gewährleistungsmarke bildet nun eine neue Markenkategorie. Anders als bei der Individualmarke steht hier nicht die Herkunftsfunktion, sondern die Garantiefunktion im Mittelpunkt. Mittels Gewährleistungsmarke sind nun auch Gütesiegel oder Prüfzeichen neutraler Zertifizierer markenrechtlichen schützbar.

  1. Neue (absolute) Schutzhindernisse

Mit dem Markenrechtsmodernisierungsgesetz (MaMoG) können nun geografische Angaben und Ursprungsbezeichnungen (insbesondere für Lebensmittel, Wein und Spirituosen), die geschützt sind, als absolute Schutzhindernisse im Markengesetz aufgenommen werden. Solche Schutzhindernisse sind natürlich auch bei der Namensfindung zu berücksichtigen.

  1. Lizenzen und Veräußerungsbereitschaft

Mit Inkrafttreten des MaMog können Lizenzen auf Antrag in das Register eingetragen werden. Zudem können Markeninhaber die Bereitschaft, ihre Marke zu lizenzieren oder zu veräußern, in das Markenregister vermerken lassen.

  1. Schutzdauer und Verlängerungen

Bei den Neueintragungen ändert sich die Berechnung der Schutzdauer. Die Schutzdauer endet genau zehn Jahre nach dem Anmeldetag.

  1. Widerspruchsverfahren

Bisher konnte ein Widerspruch nur aus einem Widerspruchskennzeichen erhoben werden. Mit Inkrafttreten der Novellierung können mehrere ältere Rechte mit einem einzigen Widerspruch geltend gemacht werden. Auch die Widerspruchsmöglichkeiten wurden ausgeweitet: denn geschützte geographische Angaben und geschützte Ursprungsbezeichnungen ergeben zusätzliche Widerspruchsgründe.

Der Fünf-Jahre-Zeitraum (für den die Benutzung der Widerspruchsmarke nachzuweisen ist) beginnt fünf Jahre vor dem Anmelde- oder Prioritätstag der angegriffenen Marke. Außerdem beginnt die Benutzungsschonfrist nun mit dem Tag, ab dem gegen die Eintragung einer Marke kein Widerspruch mehr erhoben werden kann. Zudem sind der Beginn und das Ende der Benutzungsschonfrist in das Markenregister aufzunehmen.