Brand name for financial products

Das Sparen hat einen Namen

Die Santander Consumer Bank bietet ab sofort unter der von der Namensagentur NAMBOS entwickelten Dachmarke „BestSparen“ zwei unterschiedliche Sparmodelle an.

Ein Tagesgeldkonto mit einem stets attraktiven Zinsniveau trägt den Markennamen „BestFlex“. Mit „BestFix“ wird ein neues Festgeldkonto benannt, bei dem der Kunde einen Garantiezins ohne Kosten erhält.

Bislang hat Santander in Österreich lediglich Kredite und Versicherungen angeboten. Bei der Namensentwicklung für das neue Geschäftsfeld war dem Unternehmen besonders wichtig, dass die neuen Produkte sehr schnell verstanden werden und im Wettbewerb auffallen. NAMBOS hat verschiedene Namensysteme entwickelt und in umfangreichen Zielgruppenbefragungen in Wien getestet. Am Ende des Namingprozesses wurde das „Best“-System favorisiert, da es dynamisch, prägnant und einfach ist.

Winzer & Zigeuner – drin ist nicht was drauf steht

Zwei aktuelle Diskussionen um Bezeichnungen von Lebensmitteln erhitzen momentan die Gemüter. So vertreibt ein bayerisches Einzelhandelsunternehmen unter dem Namen „Winzerschorle“ eine Mischung aus Wein und Mineralwasser, die aber ursprünglich nicht von einem Winzer stammt.

Dies stieß dem Land Rheinland-Pfalz so sauer auf, dass man ein Verkaufsverbot gegen die Winzerschorle verhängte. Man verwies hierbei auf die vermeintliche Irreführung des Verbrauchers und einen Verstoß gegen das EU-Recht, nach dem der Begriff „Winzer“ nur Produkten vorbehalten sei, die aus Trauben des eigenen Hofes gefertigt werden. Hiergegen klagte der Anbieter und bekam bereits in zwei Instanzen Recht: Es handle sich nicht um eine Irreführung der Verbraucher, da diese unter einem Winzer einen Anbieter von Wein, und nicht einen Anbieter von Weinschorle verstehen würden. Ähnlich sei es mit dem Begriff „Bauernbrot“, das ja auch nicht vom Bauern stammen müsse. Für Peter Ströll, Geschäftsführer und Rechtsanwalt bei der Namensagentur NAMBOS, stellt die Namensgebung des Händlers einen genialen Schachzug dar: „Hier ist eine Bezeichnung entstanden, die das Getränk ‚Weinschorle‘ erheblich aufwertet und in die unmittelbare Nähe von hochwertigen Winzerprodukten rückt. Solange nicht gegen das Gesetz verstoßen wird, ist eine solche Vorgehensweise legitim und sehr effektiv!“

In einem anderen Fall forderte das „Forum für Sinti und Roma“ in Hannover fünf Lebensmittelhersteller dazu auf, Produkte mit dem Namensbestandteil „Zigeuner“ mit neuen Namen zu versehen, da man sich durch dessen Verwendung in Produkten wie „Zigeunersoße“ oder „Zigeunerschnitzel“ diskriminiert sehe. Die Stadt Hannover reagierte und nahm die Bezeichnung von den Speisekarten öffentlicher Kantinen. „Natürlich dürfen Markennamen nicht diskriminierend sein oder in bestimmten Sprach- und Kulturregionen negative Assoziationen auslösen. Daher würde man heute niemals auf die Idee kommen, einen Begriff wie ,Zigeuner‘ für ein kommerzielles Produkt zu benutzen“, meint Markus Lindlar, Kreativchef der Agentur für Naming. „Allerdings ist in diesem speziellen Fall eine Bezeichnung betroffen, die bereits seit über 100 Jahren existiert und mit der man eine bestimmte Geschmacksrichtung assoziiert, die sicher frei von diskriminierenden Absichten ist.“

Deutlich wird bei beiden Auseinandersetzungen, wie wichtig die richtige Namenswahl bei der Namensfindung ist und welch heftige Debatten hierüber entstehen können. Gerade im digitalen Zeitalter sind solche Konflikte schnell in aller Munde und relativ einfach vermeidbar. „Unsere Namenskreationen werden natürlich vor einer Veröffentlichung auf rechtliche, sprachliche und kulturelle Probleme hin analysiert und durchleuchtet, damit es nachher keine bösen Überraschungen gibt“, so Namensexperte Lindlar.

Namensentwicklung für internationales Folien-Sortiment

Interprint, eine der weltweit führenden Dekordruckereien, hat NAMBOS als Namensagentur für die Entwicklung eines Markennamens beauftragt.

Unter dem prägnanten Markennamen XELIO bietet das Unternehmen eine neue Finnishing-Folien-Range an, die höchsten Ansprüchen genügt. Der neue Name ist phonetisch an „excellence“ und schriftbildlich an „Folie“ angelehnt. Die vier unterschiedlichen Qualitätsstufen werden mit deskriptiven Bezeichnungen kombiniert: Von „classic“ über „effect“ und „feel“ bis hin zu „prime“ kann der Kunde seine gewünschte Auswahl treffen.

Namensfindung mit System

Interstuhl, einer der führenden Büromöbel-Anbieter Europas, hat NAMBOS mit der Entwicklung eines Namensystems für sämtliche neuen Produkte beauftragt.

Das Unternehmen, auf dessen Stühlen auch James Bond oder Til Schweiger in ihren jüngsten Filmen sitzen, hat ein umfangreiches Produktportfolio. Dieses hatte bisher viele unterschiedliche Bezeichnungen, die in sich nicht sonderlich geordnet waren. Dies erschwerte zum einen die Namensfindung bei Neueinführungen, zum anderen die Orientierung der Zielgruppen in der großen Angebotspalette.

Um künftig relativ schnell und in konsistenter Weise neue Markennamen generieren zu können, die der Zielgruppe auch direkt Informationen über die Qualität und den Preis der Produkte mitliefert, hat NAMBOS entsprechend dem Kundenwunsch ein Benennungskonzept entwickelt, das einheitlich, transparent und anschlussfähig ist.

Um eine gewünschte Kategorisierung im Produktportfolio zu erreichen, sind die Stuhl-Modelle in die Klassen 1 bis 7 eingeteilt, die gleichzeitig Preissegmente bilden. Diese Klassen sind Teil des Produktnamens, der sich aus einem Begriff, den Initialen des Unternehmens (interstuhl = is) und der entsprechenden Klassenzahl zusammensetzt. So heißt ein Stuhl im Einstiegsbereich EVERY is1, im „Mittelklasse“-Segment findet sich der MOVY is3, in der oberen Mittelklasse wurde gerade die Serie KINETIC is5 eingeführt. Mit diesem Namenskonzept ist Interstuhl in der Lage, die Namensentwicklung in Zukunft systematisch und effizient zu gestalten. Zudem schafft das System Aufmerksamkeit und Differenzierung zum Wettbewerb.

Deutsche Bahn spricht Deutsch

Was aufgrund des Unternehmensnamens eigentlich auf der Hand liegen sollte, wurde nun mit offiziellen Leitlinien von Vorstand und Verkehrsminister verkündet: Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn sollen möglichst viel Deutsch, möglichst wenig Englisch und kein „Denglisch“ mehr sprechen.

Zu oft hat man sich über Auszeichnungen wie „Sprachpanscher des Jahres“ ärgern und Kritik wegen Bezeichnungen wie „Servicepoint“ einstecken müssen. Die Problematik liegt in der Natur der Sache: Einerseits handelt es sich um ein urdeutsches Unternehmen mit einem breiten deutschen Zielpublikum, andererseits um einen international agierenden Großkonzern.

Diese Dinge haben sich auch auf sprachlicher Ebene in der Vergangenheit vermischt und sind zu einem uneinheitlichen Bild verschwommen, das letztlich der Außendarstellung schaden kann. „Die neuen Leitlinien sind ein begrüßenswerter Schritt zur Vereinheitlichung der Kommunikation. Dabei ist es prinzipiell nicht wichtig, ob im Unternehmen nun Deutsch oder Englisch gesprochen wird. Aber eine klare und einheitliche Vorgabe ist entscheidend für die interne und externe Orientierung“, so Sprachwissenschaftler und NAMBOS-Geschäftsführer Markus Lindlar zur neuen Strategie der Bahn.

Wichtig ist laut Namensfinder Lindlar allerdings, dass die am Markt eingeführten Markennamen davon unangetastet bleiben: „Es wäre falsch, eine Marke wie Call-a-bike zu verändern. Dafür wurde in der Vergangenheit zu viel Geld in die Kommunikation gesteckt.“ Auch NAMBOS hat bereits Erfahrungen mit den besonderen sprachlichen Anforderungen der Deutschen Bahn gemacht. Bei der Namensfindung für das Carsharing-Angebot wurde im Briefing darauf hingewiesen, dass der neue Name nicht zu Englisch sein dürfe. „Er sollte aber gleichzeitig international funktionieren, was natürlich ein gewisser Spagat ist. Aber wir konnten die Aufgabenstellung mit dem Markennamen Flinkster lösen, der sowohl im Deutschen als auch international sprachlich sehr gut ankommt“, so der Kreativchef der Namensagentur.

Namensfindung: Wendler ist nicht gleich Wendler

Wie das Oberlandesgericht Düsseldorf (Urteil vom 21. 5.2013; Az: I-20 U 67/12) feststellte, darf der Schlagersänger Michael Wendler nicht länger die Bezeichnung „Der Wendler“ ohne klarstellenden Zusatz verwenden. Erfolgreich geklagt hat gegen den Sänger – der mit bürgerlichem Namen eigentlich Michael Norberg heißt und insbesondere mit dem Titel „Sie liebt den DJ“ bekannt geworden ist – der aus Velbert stammende Frank Wendler. Dieser ist ebenfalls Sänger und hatte sich bereits 2008 die Marke „Der Wendler“ beim Deutschen Patent- und Markenamt geschützt.

Das Gericht stellt in diesem Zusammenhang fest, dass es sich um einen Fall der Koexistenz gleichnamiger Personen handelt und ließ dazu ausführen: „Unabhängig davon, wer den Namen zuerst getragen habe, seien die Namensträger in dieser Situation zur wechselseitigen Rücksichtnahme verpflichtet. Darum dürfe keiner von ihnen die Bezeichnung „Der Wendler“ ohne eine Klarstellung, um welchen Wendler es sich handelt, verwenden. Vielmehr müsse in der Regel der Vorname hinzugefügt werden.“ Der Schlagersänger Michael Wendler wurde daher verurteilt, die Verwendung der Bezeichnung ohne hinreichende Klarstellung zu unterlassen. Im Gegenzug wurde vom OLG aber auch der Kläger – Frank Wendler – zur Löschung der auf ihn eingetragenen Wortmarke verurteilt.

„Die beiden Sänger haben damit eigentlich nichts gewonnen, sondern beide – bis auf die in diesem Bereich nicht zu verachtende PR-Wirkung – verloren. Interessant ist das Urteil auch deshalb, da es nahezu salomonisch anmutet“, so der NAMBOS-Markenanwalt Peter A. Ströll. „Zudem zeigt es, dass die Rechte an Künstlernamen, bürgerlichen Namen und Marken gleichwertig im System der Kennzeichenrechte bestehen. Bei der Namensentwicklung – d.h. auch bei der Wahl des Künstlernamens – müssen daher alle möglichen Kennzeichenrechte beachtet werden. Dies gilt bei der Namensfindung für Künstlernamen, aber natürlich auch bei Produkt- und Firmennamen.“

Es bleibt nun abzuwarten, ob die beiden Schlagersänger das Urteil akzeptieren, oder innerhalb eines Monats beim Bundesgerichtshof Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einlegen. Bis dahin ist das Urteil noch nicht rechtskräftig,“ so der Rechtsexperte und Inhouse-Anwalt bei der Naming-Agentur NAMBOS.

Sky is the limit: Gericht verbietet Microsoft Namensnutzung

Der britische Fernsehsender BskyB hat geschafft, wovon viele Markeninhaber nur träumen können: Der lexikalische Begriff „Sky“ konnte soweit monopolisiert werden, dass nun sogar dem Softwareriesen Microsoft die Nutzung dieses Namensbestandteils verboten wurde.

Der Clouddienst „skydrive“ darf ab sofort nicht mehr unter diesem Namen in Großbritannien und Europa angeboten werden. Ein Gericht bestätigte, dass eine Verwirrung bei den Verbrauchern erzeugt werden könne was den Anbieter dieses Dienstes betreffe. „Das ist natürlich eine Riesengeschichte für den Fernsehsender und eine große Hilfe dabei, einen an sich ziemlich beschreibenden Markennamen tatsächlich exklusiv benutzen zu dürfen“, so NAMBOS-Geschäftsführer Markus Lindlar. „Und es zeigt, dass man bei der Namensfindung extrem auf vorhandene Markenrechte achten muss, gerade bei Marken mit einem so hohen Bekanntheitsgrad.“

Claim & Logo für Angebotsportal

Den Schnäppchen auf der Spur: Marktjagd ist das Portal zum Finden lokaler Geschäfte und Angebote und zum Stöbern in Produkten, Prospekten und Coupons.

Damit auch das Unternehmen und sein Angebot immer besser gefunden und wahrgenommen wird, wurde die Namensagentur NAMBOS mit der Überarbeitung des Logos und der Entwicklung eines neuen Claims beauftragt. Das neue Logo und die dazugehörige App-Kachel greifen den Inhalt des Portals in prägnanter Weise auf und sind unverwechselbar. Mit dem Claim „Der Shopping-Navigator“ wird eine neue Dienstleistungskategorie geschaffen, die dem User Orientierung und dem Unternehmen eine klare Positionierung liefert.

Neuer Elektro-Name von NAMBOS

Unter dem neuen Markennamen „Emparro“ hat das Unternehmen Murrelekronik ein Schaltnetzteil mit maximalem Wirkungsgrad eingeführt.

Erzielten Netzteile bislang einen Wirkungsgrad von  maximal 90%, kann dieser dank Emparro nun auf 95% erhöht werden. Somit bleiben nur noch 5% der verbrauchten Energie ungenutzt. Dieses Leistungsmerkmal stellt einen absoluten USP in der Elektrobranche dar, weshalb das Produkt zusätzlich den Claim „Simply the best“ erhielt. Die Namensagentur NAMBOS entwickelte den starken Produktnamen für den weltweiten Einsatz. Bei der Namensentwicklung wurde vor allem die hohe Leistungsfähigkeit und die damit verbundene Kraft hervorgehoben. So assoziiert „Emparro“ nicht nur „Ampère“, sondern auch Empire und Power, und hat eine sehr dynamische Phonetik. Außerdem stellt die Verwendung des doppelten Rs einen indirekten Bezug zur Absendermarke MURR dar. Damit hebt sich das Produkt nicht nur durch seine hervorragenden Eigenschaften von der Branche ab, sondern auch durch einen eigenständigen und prägnanten Markennamen.

Namensentwicklung für innovativen Geschäftsbereich

Die Würth Elektronik Unternehmensgruppe hat einen neuen Geschäftsbereich gegründet, der sich mit der Entwicklung und Herstellung von hochinnovativen RFID-Produkten beschäftigt. Die Namensagentur NAMBOS hat hierfür den Namen „Embids“ entwickelt.

Es handelt sich um ein Akronym, das aufgelöst werden kann in „embedded identification solution“.  Das Unternehmen bietet ein großes Sortiment an RFID-Transpondern an, die unter dem Markennamen „EMBItags“ vertrieben werden. Ziel der Namensentwicklung war es, den neuen Geschäftsbereich mit einer eigenen Bezeichnung aus dem Konzern herauszuheben und so die aktuelle und künftige Bedeutung der Technologie zu unterstreichen.